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Chemieschläuche

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EPDM-Druckschlauch EPDM-Druckschlauch
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FEP-Chemieschlauch FEP-Chemieschlauch
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Chemieschläuche für industrielle und analytische Anwendungen

Wenn es um Kunststoffprodukte und Schlauchtechnik geht, ist Reichelt Chemietechnik Ihr Ansprechpartner für hochwertige und zuverlässige Lösungen. In unserem Sortiment finden Sie zahlreiche Gummischläuche und Kunststoffschläuche – darunter auch eine Vielzahl verschiedener Chemieschläuche. Gefertigt aus unterschiedlichen Polymeren eröffnen sich für die Chemieschläuche zahlreiche Anwendungsgebiete.

So sind beispielsweise Schläuche erhältlich, die in der Getränke- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen, etwa in Molkereibetrieben und Abfüllanlagen. Für Industrieanwendungen kommen hingegen verschiedene Druckschläuche in Doppelmantelausführung oder mit integrierten Stahldrahtgeflechten in Frage. Zum Fördern großer Gasvolumen werden Ventilations- und Absaugschläuche benötigt, die sowohl Druck- als auch Vakuumbelastungen standhalten können. In explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“, „Funkenschutz“), in denen statische Aufladung und Funkenbildung vermieden werden muss, sind Antistatikschläuche, die elektrisch ableitend sind, das Mittel der Wahl. Und in der Schweißtechnik kommen spezielle Schweißschläuche – sogenannte „Autogenschläuche“ – zum Einsatz.

Die Aufzählung stellt jedoch nur einen groben Überblick der angebotenen Chemieschläuche dar, denn die Liste der Spezialschläuche ist damit noch lange nicht komplettiert. Eines ist jedoch sicher: Egal wie speziell Ihr Anwendungsfall auch sein mag, Reichelt Chemietechnik ist Ihr Ansprechpartner für die passende Schlauchlösung.

 

Chemieschläuche in zahlreichen Variationen: Werkstoffe der Schlauchtechnik im Blickpunkt

Heutzutage sind viele technische Polymere als Schlauchwerkstoffe erhältlich. Welcher der passende für Ihren Anwendungsfall ist, hängt von verschiedenen Parametern ab. Muss der Schlauchwerkstoff chemisch beständig sein? Wenn ja, gegenüber welchen Medien? Wie sieht es mit der Druck- und Temperaturbelastung aus? Ist die Flexibilität und Farbgebung der Schlauchleitung relevant?

Das sind nur einige Fragen, die Sie sich vor der Schlauchwahl stellen sollten. Welche Werkstoffe für Chemieschläuche angeboten werden und welche Vorteile diese im Einzelnen mit sich bringen, soll im weiteren Verlauf dargelegt werden.

EPDM

Das Elastomer EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) ist gegenüber vielen Säuren, Laugen, Alkoholen und Lösungsmitteln beständig. Chemieschläuche aus diesem Werkstoff sind weich, flexibel und zudem alterungs-, witterungs- und ozonbeständig. Die Temperaturbelastbarkeit liegt je nach Schlauchausführung bei etwa -40 °C bis +130 °C. EPDM wird auch für Heißwasserschläuche und Dampfschläuche sowie Druckluftschläuche und Bremsschläuche verwendet.

Zur Schlauchtechnik aus EPDM zählen ferner Hochleistungsschläuche für die Prozesstechnik, die Chemietechnik und die Medizintechnik. So haben FDA-konforme Pumpenschläuche aus dem Materialcompound EPDM/PP ihren festen Platz in der Laboranalytik, der Pharmatechnik und Medizintechnik. Sie werden auch als Mikroschläuche gefertigt, die teilweise mit zwei oder drei Stoppern ausgerüstet sind.

EVA

EVA (Ethylen-Vinylacetat-Copolymer) Chemieschläuche sind für die Chemie- und Getränketechnik von besonderer Bedeutung, da ihre Gaspermeabilität äußerst gering ist. Gleichfalls zeichnet sich EVA durch eine hohe chemische Beständigkeit und hervorragende mechanische Festigkeit aus – die Flexibilität ist trotzdem gut. Je nach Schlauchdimension können Betriebsdrücke bis 20 bar bei +20 °C erreicht werden, die Temperaturbelastbarkeit des Copolymers liegt bei -30 °C bis +60 °C.

FKM

Der Fluorkautschuk FKM, auch als FPM bekannt und am Markt erhältlich, ist, zusammen mit seinem nahen Verwandten, dem FFKM, das wohl chemikalienbeständigste Elastomer am Markt. Es ist daher kaum verwunderlich, dass FKM für Druck- und Chemieschläuche verwendet wird und diese Ausführungen vielfach zum Einsatz kommen. Neben der bereits erwähnten chemischen Beständigkeit ist vor allen Dingen auch die Temperaturbeständigkeit mit -20 °C bis +200 °C hervorzuheben. FPM-Schläuche eignen sich auch als Pumpenschläuche, Druckschläuche und Gasschläuche, da ihre Gaspermeabilität besonders niedrig ist. Lebensmittelechte beziehungsweise FDA-konforme Ausführungen stehen ebenfalls zur Verfügung.

FEP

Der fluorierte Kunststoff FEP (Fluorethylenpropylen) zeichnet sich, wie die meisten anderen technischen Fluorkunststoffe, durch eine hohe chemische Beständigkeit, Druckbeständigkeit und Temperaturbelastbarkeit aus. Doch anders als beispielsweise PTFE (Polytetrafluorethylen) oder PVDF (Polyvinylidenfluorid) können FEP-Schläuche auch bei sehr niedrigen Temperaturen verwendet werden. So liegt der zulässige Temperaturbereich bei etwa -170 °C bis +200 °C. Ein weiterer Vorteil, den Fluorethylenpropylen gegenüber anderen fluorierten Kunststoffen besitzt, ist die hohe Transluzenz. Im Gegensatz zu PVDF oder PTFE, die oft sehr milchig-weiß und wenig durchscheinend sind, ist FEP nahezu transparent und klar.

FEP ist ein wichtiger Bestandteil der Schlauchtechnik. So stehen nicht nur Chemieschläuche, sondern auch Wellrohre und Verbundschläuche aus dem Kunststoff zur Verfügung. Diese werden zum Fördern von Flüssigkeiten sowie Gasen im Labor, Technikum und in Pilotanlagen genutzt. Aber auch für medizinische, biologische und analytische Forschungsanwendungen kommt der Werkstoff zum Einsatz, speziell im Bereich der Biotechnologie.

MFA

MFA (Modifiziertes Fluoralkoxy) Chemieschläuche halten extremen mechanischen und thermischen Belastungen stand. Ferner sind sie überaus chemikalienresistent, sogar gegenüber oxidierenden Säuren und Mineralsäuren. Auch gegenüber organischen Medien wie (aliphatischen) Kohlenwasserstoffen, Aldehyden, Estern, Ketonen und Aminen sind MFA-Chemieschläuche absolut beständig. Sie stehen auch als Wellrohre, die von -200 °C bis +240 °C eingesetzt werden können, zur Verfügung.

NBR

Das gummielastische und flexible Elastomer NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, Perbunan®) ist auch als Nitril-Kautschuk bekannt und kommt häufig als Werkstoff für Kraftstoffschläuche zum Einsatz, da es beständig gegenüber Mineralölen und aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzin oder Diesel, ist. Chemieschläuche aus NBR werden in verschiedenen Variationen angeboten – so stehen Doppelmantelschläuche, Heißgutschläuche, Trinkwasserschläuche, Farbspritzschläuche, Saug- und Druckschläuche sowie Benzin- und Ölschläuche zur Verfügung. Aber auch für Lebensmittelschläuche, Tankwagenschläuche, Zapfstellenschläuche, Wasserschläuche und Waschmaschinenschläuche werden NBR-Formulierungen verwendet. Die Temperaturbelastbarkeit liegt, je nach Schlauchtype, bei etwa -20 °C bis +100 °C.

Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die NBR-Wasserschläuche in dünnwandiger Ausführung, die auch für größte Dimensionen von bis zu 90 mm Innendurchmesser bei einem Außendurchmesser von 95,6 mm bereitgestellt werden können.

PEEK

PEEK (Polyetheretherketon) ist ein echter Hochleistungskunststoff, der beispielsweise in der Raumfahrt und Luftfahrt Verwendung findet. Er ist ausgesprochen temperaturbeständig, chemikalienresistent und besitzt beste mechanische Eigenschaften. PEEK-Chemieschläuche werden vornehmlich als Hochdruck-Kapillarschläuche angeboten und können bis zu einem maximalen Arbeitsdruck von 420 bar bei +20 °C beansprucht werden. Sie stellen somit die ideale Schlauchtechnik für analytische Anwendungen dar, etwa in der Laboranalytik und HPLC. Hervorzuheben ist außerdem die maximale Arbeitstemperatur: Im Bereich von -40 °C bis +250 °C, kurzzeitig sogar bis +300 °C, können die Kapillarschläuche verwendet werden.

PFA

Chemieschläuche aus PFA (Perfluoralkoxy) haben ihren Platz im Apparatebau, in der Prozesstechnik, in der Chemietechnik und Verfahrenstechnik wie auch der Laboranalytik und (Klein-)Industrie. Es handelt sich hierbei um einen weiteren Vertreter der harten Fluorkunststoffe. Die chemische Beständigkeit ist, wie schon bei PTFE und FEP, hervorragend. Ein besonderes Merkmal ist jedoch der extrem breite Temperaturbereich, in dem die Chemieschläuche aus PFA eingesetzt werden können, und zwar von -260 °C bis +280 °C. So können nicht nur sehr heiße Medien gefördert werden, wie beispielsweise Rauchgase und chemische Dämpfe, sondern auch sehr kalte, wie flüssiger Stickstoff. Sie werden auch als Wellrohre produziert, die wahlweise antistatisch (elektrisch ableitend) ausgerüstet sind. Doch auch als Laborschläuche in kleinen Dimensionen kommen sie zum Einsatz, ebenfalls verfügbar in elektrisch leitender beziehungsweise antistatischer Ausführung.

PTFE

PTFE (Polytetrafluorethylen) ist ein echter Allround-Kunststoff. Kaum eine Chemikalie vermag es, den Fluorkunststoff anzugreifen – lediglich elementares Fluor und geschmolzene Alkalimetalle sind dazu in der Lage. Mit einem Arbeitstemperaturbereich von -200 °C bis +260 °C (kurzzeitig bis +280 °C) sind sie zudem äußerst temperaturbeständig. Es ist somit kaum verwunderlich, dass der Universalkunststoff für eine Vielzahl verschiedener Chemieschläuche herangezogen wird.

So werden Schläuche aus PTFE farbcodiert, dünnwandig und mikrodünnwandig angeboten. Sie stehen als Kapillarschläuche in zölliger Ausführung zur Verfügung sowie als Wellrohre, Saug- und Druckschläuche und Hochdruckschläuche. Die Schlauchtypen werden jeweils auch antistatisch, also elektrisch ableitend, produziert und können somit in explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“) verwendet werden. Der Ableitwiderstand dieser Varianten beträgt <106 Ohm. In unserem Sortiment finden Sie zahlreiche PTFE-Chemieschläuche, die bereits in Kleinstmengen ab einem Meter Länge bestellt werden können.

PVDF

Der Werkstoff PVDF (Polyvinylidenfluorid) wird für Chemieschläuche verwendet, die in der Pharmatechnik, in der Prozesstechnik, der Laboranalytik sowie der Lebensmitteltechnik von großer Bedeutung sind. Natürlich stehen sie im Produktionsbereich der Chemietechnik im Vordergrund. Sie sind hochtemperaturbeständig, mechanisch von höchster Festigkeit und formstabil. Gleichzeitig sind PVDF-Schläuche hochresistent gegenüber anorganischen und organischen Medien. Zum Programm der Reichelt Chemietechnik zählen sowohl PVDF-Chemieschläuche, Spiralschläuche, Wellrohre, Druckrohre und Schrumpfschläuche. Neben technischen Schlauchausführungen sind auch solche erhältlich, die die Regularien gemäß BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) erfüllen und somit als physiologisch unbedenklich einzustufen sind.

PVC

PVC (Polyvinylchlorid) ist das Polymer der Wahl, wenn ein kostengünstiger Chemieschlauch für wenig bis mäßig kritische Betriebsbedingungen benötigt wird. Das Elastomer ist preiswert, flexibel und gleichzeitig druckbeständig. Die chemische Beständigkeit ist zwar nicht vergleichbar mit der von fluorierten Kunststoffen, aber dennoch für viele industrielle Anwendungen ausreichend. So sind PVC-Schlauchsysteme beständig gegenüber aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie Schmierstoffen und Kraftstoffen, diversen Säuren, Laugen, Aminen und außerdem Heißwasser. Zur Leitung von Ölen, Fetten, Benzinen, Dieselkraftstoffen und anderen (aromatischen) Kohlenwasserstoffen stehen spezielle PVC-Benzin- und Ölschläuche zur Verfügung. Der Arbeitstemperaturbereich ist mit etwa -20 °C bis +70 °C, je nach Schlauchtype, anzugeben.

TPE

Zur Gruppe der Chemieschläuche zählen ebenso TPE (Thermoplastische Elastomere) Lebensmittelschläuche  wie auch TPE-S-Schläuche für die Medizin- und Pharmatechnik. Sie besitzen eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber vielen Säuren und Laugen, aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Fetten, Ölen sowie hochkonzentrierten Alkoholen. Sie sind weichmacherfrei und in der Pharmazie, Lebensmittelindustrie und medizinischen Analytik von großer Bedeutung. Der Temperaturbereich ist mit -40 °C bis +120 °C ausgesprochen gut für ein elastisches Polymer. Die Chemieschläuche aus TPE entsprechen der EG-Richtlinie 10/2011 sowie den Regularien der USP und sind somit als physiologisch unbedenklich einzustufen. Die Sterilisation ist durch Autoklavieren möglich, kann jedoch auch mittels Heißluft, Ethylenoxid oder Gammastrahlen durchgeführt werden.

 

Chemieschläuche kaufen Sie bei rct-online.de

RCT hält als erfahrener Laborausstatter und Anbieter hochwertiger Schlauchtechnik eine Vielzahl an Chemieschläuchen und weiteren technischen Schläuchen in seinem Sortiment dauerhaft an Lager. Kurze Lieferzeiten sind ebenso gewährleistet wie faire Preise und ausnahmslos hochwertige Qualität. Haben Sie Fragen zu unseren Produkten, dann wenden Sie sich einfach an unsere Spezialisten der Schlauchtechnik, die Ihnen gerne weiterhelfen. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne.

Chemieschläuche für industrielle und analytische Anwendungen Wenn es um Kunststoffprodukte und Schlauchtechnik geht, ist Reichelt Chemietechnik Ihr Ansprechpartner für hochwertige und... mehr erfahren »
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Chemieschläuche für industrielle und analytische Anwendungen

Wenn es um Kunststoffprodukte und Schlauchtechnik geht, ist Reichelt Chemietechnik Ihr Ansprechpartner für hochwertige und zuverlässige Lösungen. In unserem Sortiment finden Sie zahlreiche Gummischläuche und Kunststoffschläuche – darunter auch eine Vielzahl verschiedener Chemieschläuche. Gefertigt aus unterschiedlichen Polymeren eröffnen sich für die Chemieschläuche zahlreiche Anwendungsgebiete.

So sind beispielsweise Schläuche erhältlich, die in der Getränke- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen, etwa in Molkereibetrieben und Abfüllanlagen. Für Industrieanwendungen kommen hingegen verschiedene Druckschläuche in Doppelmantelausführung oder mit integrierten Stahldrahtgeflechten in Frage. Zum Fördern großer Gasvolumen werden Ventilations- und Absaugschläuche benötigt, die sowohl Druck- als auch Vakuumbelastungen standhalten können. In explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“, „Funkenschutz“), in denen statische Aufladung und Funkenbildung vermieden werden muss, sind Antistatikschläuche, die elektrisch ableitend sind, das Mittel der Wahl. Und in der Schweißtechnik kommen spezielle Schweißschläuche – sogenannte „Autogenschläuche“ – zum Einsatz.

Die Aufzählung stellt jedoch nur einen groben Überblick der angebotenen Chemieschläuche dar, denn die Liste der Spezialschläuche ist damit noch lange nicht komplettiert. Eines ist jedoch sicher: Egal wie speziell Ihr Anwendungsfall auch sein mag, Reichelt Chemietechnik ist Ihr Ansprechpartner für die passende Schlauchlösung.

 

Chemieschläuche in zahlreichen Variationen: Werkstoffe der Schlauchtechnik im Blickpunkt

Heutzutage sind viele technische Polymere als Schlauchwerkstoffe erhältlich. Welcher der passende für Ihren Anwendungsfall ist, hängt von verschiedenen Parametern ab. Muss der Schlauchwerkstoff chemisch beständig sein? Wenn ja, gegenüber welchen Medien? Wie sieht es mit der Druck- und Temperaturbelastung aus? Ist die Flexibilität und Farbgebung der Schlauchleitung relevant?

Das sind nur einige Fragen, die Sie sich vor der Schlauchwahl stellen sollten. Welche Werkstoffe für Chemieschläuche angeboten werden und welche Vorteile diese im Einzelnen mit sich bringen, soll im weiteren Verlauf dargelegt werden.

EPDM

Das Elastomer EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) ist gegenüber vielen Säuren, Laugen, Alkoholen und Lösungsmitteln beständig. Chemieschläuche aus diesem Werkstoff sind weich, flexibel und zudem alterungs-, witterungs- und ozonbeständig. Die Temperaturbelastbarkeit liegt je nach Schlauchausführung bei etwa -40 °C bis +130 °C. EPDM wird auch für Heißwasserschläuche und Dampfschläuche sowie Druckluftschläuche und Bremsschläuche verwendet.

Zur Schlauchtechnik aus EPDM zählen ferner Hochleistungsschläuche für die Prozesstechnik, die Chemietechnik und die Medizintechnik. So haben FDA-konforme Pumpenschläuche aus dem Materialcompound EPDM/PP ihren festen Platz in der Laboranalytik, der Pharmatechnik und Medizintechnik. Sie werden auch als Mikroschläuche gefertigt, die teilweise mit zwei oder drei Stoppern ausgerüstet sind.

EVA

EVA (Ethylen-Vinylacetat-Copolymer) Chemieschläuche sind für die Chemie- und Getränketechnik von besonderer Bedeutung, da ihre Gaspermeabilität äußerst gering ist. Gleichfalls zeichnet sich EVA durch eine hohe chemische Beständigkeit und hervorragende mechanische Festigkeit aus – die Flexibilität ist trotzdem gut. Je nach Schlauchdimension können Betriebsdrücke bis 20 bar bei +20 °C erreicht werden, die Temperaturbelastbarkeit des Copolymers liegt bei -30 °C bis +60 °C.

FKM

Der Fluorkautschuk FKM, auch als FPM bekannt und am Markt erhältlich, ist, zusammen mit seinem nahen Verwandten, dem FFKM, das wohl chemikalienbeständigste Elastomer am Markt. Es ist daher kaum verwunderlich, dass FKM für Druck- und Chemieschläuche verwendet wird und diese Ausführungen vielfach zum Einsatz kommen. Neben der bereits erwähnten chemischen Beständigkeit ist vor allen Dingen auch die Temperaturbeständigkeit mit -20 °C bis +200 °C hervorzuheben. FPM-Schläuche eignen sich auch als Pumpenschläuche, Druckschläuche und Gasschläuche, da ihre Gaspermeabilität besonders niedrig ist. Lebensmittelechte beziehungsweise FDA-konforme Ausführungen stehen ebenfalls zur Verfügung.

FEP

Der fluorierte Kunststoff FEP (Fluorethylenpropylen) zeichnet sich, wie die meisten anderen technischen Fluorkunststoffe, durch eine hohe chemische Beständigkeit, Druckbeständigkeit und Temperaturbelastbarkeit aus. Doch anders als beispielsweise PTFE (Polytetrafluorethylen) oder PVDF (Polyvinylidenfluorid) können FEP-Schläuche auch bei sehr niedrigen Temperaturen verwendet werden. So liegt der zulässige Temperaturbereich bei etwa -170 °C bis +200 °C. Ein weiterer Vorteil, den Fluorethylenpropylen gegenüber anderen fluorierten Kunststoffen besitzt, ist die hohe Transluzenz. Im Gegensatz zu PVDF oder PTFE, die oft sehr milchig-weiß und wenig durchscheinend sind, ist FEP nahezu transparent und klar.

FEP ist ein wichtiger Bestandteil der Schlauchtechnik. So stehen nicht nur Chemieschläuche, sondern auch Wellrohre und Verbundschläuche aus dem Kunststoff zur Verfügung. Diese werden zum Fördern von Flüssigkeiten sowie Gasen im Labor, Technikum und in Pilotanlagen genutzt. Aber auch für medizinische, biologische und analytische Forschungsanwendungen kommt der Werkstoff zum Einsatz, speziell im Bereich der Biotechnologie.

MFA

MFA (Modifiziertes Fluoralkoxy) Chemieschläuche halten extremen mechanischen und thermischen Belastungen stand. Ferner sind sie überaus chemikalienresistent, sogar gegenüber oxidierenden Säuren und Mineralsäuren. Auch gegenüber organischen Medien wie (aliphatischen) Kohlenwasserstoffen, Aldehyden, Estern, Ketonen und Aminen sind MFA-Chemieschläuche absolut beständig. Sie stehen auch als Wellrohre, die von -200 °C bis +240 °C eingesetzt werden können, zur Verfügung.

NBR

Das gummielastische und flexible Elastomer NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, Perbunan®) ist auch als Nitril-Kautschuk bekannt und kommt häufig als Werkstoff für Kraftstoffschläuche zum Einsatz, da es beständig gegenüber Mineralölen und aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzin oder Diesel, ist. Chemieschläuche aus NBR werden in verschiedenen Variationen angeboten – so stehen Doppelmantelschläuche, Heißgutschläuche, Trinkwasserschläuche, Farbspritzschläuche, Saug- und Druckschläuche sowie Benzin- und Ölschläuche zur Verfügung. Aber auch für Lebensmittelschläuche, Tankwagenschläuche, Zapfstellenschläuche, Wasserschläuche und Waschmaschinenschläuche werden NBR-Formulierungen verwendet. Die Temperaturbelastbarkeit liegt, je nach Schlauchtype, bei etwa -20 °C bis +100 °C.

Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die NBR-Wasserschläuche in dünnwandiger Ausführung, die auch für größte Dimensionen von bis zu 90 mm Innendurchmesser bei einem Außendurchmesser von 95,6 mm bereitgestellt werden können.

PEEK

PEEK (Polyetheretherketon) ist ein echter Hochleistungskunststoff, der beispielsweise in der Raumfahrt und Luftfahrt Verwendung findet. Er ist ausgesprochen temperaturbeständig, chemikalienresistent und besitzt beste mechanische Eigenschaften. PEEK-Chemieschläuche werden vornehmlich als Hochdruck-Kapillarschläuche angeboten und können bis zu einem maximalen Arbeitsdruck von 420 bar bei +20 °C beansprucht werden. Sie stellen somit die ideale Schlauchtechnik für analytische Anwendungen dar, etwa in der Laboranalytik und HPLC. Hervorzuheben ist außerdem die maximale Arbeitstemperatur: Im Bereich von -40 °C bis +250 °C, kurzzeitig sogar bis +300 °C, können die Kapillarschläuche verwendet werden.

PFA

Chemieschläuche aus PFA (Perfluoralkoxy) haben ihren Platz im Apparatebau, in der Prozesstechnik, in der Chemietechnik und Verfahrenstechnik wie auch der Laboranalytik und (Klein-)Industrie. Es handelt sich hierbei um einen weiteren Vertreter der harten Fluorkunststoffe. Die chemische Beständigkeit ist, wie schon bei PTFE und FEP, hervorragend. Ein besonderes Merkmal ist jedoch der extrem breite Temperaturbereich, in dem die Chemieschläuche aus PFA eingesetzt werden können, und zwar von -260 °C bis +280 °C. So können nicht nur sehr heiße Medien gefördert werden, wie beispielsweise Rauchgase und chemische Dämpfe, sondern auch sehr kalte, wie flüssiger Stickstoff. Sie werden auch als Wellrohre produziert, die wahlweise antistatisch (elektrisch ableitend) ausgerüstet sind. Doch auch als Laborschläuche in kleinen Dimensionen kommen sie zum Einsatz, ebenfalls verfügbar in elektrisch leitender beziehungsweise antistatischer Ausführung.

PTFE

PTFE (Polytetrafluorethylen) ist ein echter Allround-Kunststoff. Kaum eine Chemikalie vermag es, den Fluorkunststoff anzugreifen – lediglich elementares Fluor und geschmolzene Alkalimetalle sind dazu in der Lage. Mit einem Arbeitstemperaturbereich von -200 °C bis +260 °C (kurzzeitig bis +280 °C) sind sie zudem äußerst temperaturbeständig. Es ist somit kaum verwunderlich, dass der Universalkunststoff für eine Vielzahl verschiedener Chemieschläuche herangezogen wird.

So werden Schläuche aus PTFE farbcodiert, dünnwandig und mikrodünnwandig angeboten. Sie stehen als Kapillarschläuche in zölliger Ausführung zur Verfügung sowie als Wellrohre, Saug- und Druckschläuche und Hochdruckschläuche. Die Schlauchtypen werden jeweils auch antistatisch, also elektrisch ableitend, produziert und können somit in explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“) verwendet werden. Der Ableitwiderstand dieser Varianten beträgt <106 Ohm. In unserem Sortiment finden Sie zahlreiche PTFE-Chemieschläuche, die bereits in Kleinstmengen ab einem Meter Länge bestellt werden können.

PVDF

Der Werkstoff PVDF (Polyvinylidenfluorid) wird für Chemieschläuche verwendet, die in der Pharmatechnik, in der Prozesstechnik, der Laboranalytik sowie der Lebensmitteltechnik von großer Bedeutung sind. Natürlich stehen sie im Produktionsbereich der Chemietechnik im Vordergrund. Sie sind hochtemperaturbeständig, mechanisch von höchster Festigkeit und formstabil. Gleichzeitig sind PVDF-Schläuche hochresistent gegenüber anorganischen und organischen Medien. Zum Programm der Reichelt Chemietechnik zählen sowohl PVDF-Chemieschläuche, Spiralschläuche, Wellrohre, Druckrohre und Schrumpfschläuche. Neben technischen Schlauchausführungen sind auch solche erhältlich, die die Regularien gemäß BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) erfüllen und somit als physiologisch unbedenklich einzustufen sind.

PVC

PVC (Polyvinylchlorid) ist das Polymer der Wahl, wenn ein kostengünstiger Chemieschlauch für wenig bis mäßig kritische Betriebsbedingungen benötigt wird. Das Elastomer ist preiswert, flexibel und gleichzeitig druckbeständig. Die chemische Beständigkeit ist zwar nicht vergleichbar mit der von fluorierten Kunststoffen, aber dennoch für viele industrielle Anwendungen ausreichend. So sind PVC-Schlauchsysteme beständig gegenüber aliphatischen Kohlenwasserstoffen, wie Schmierstoffen und Kraftstoffen, diversen Säuren, Laugen, Aminen und außerdem Heißwasser. Zur Leitung von Ölen, Fetten, Benzinen, Dieselkraftstoffen und anderen (aromatischen) Kohlenwasserstoffen stehen spezielle PVC-Benzin- und Ölschläuche zur Verfügung. Der Arbeitstemperaturbereich ist mit etwa -20 °C bis +70 °C, je nach Schlauchtype, anzugeben.

TPE

Zur Gruppe der Chemieschläuche zählen ebenso TPE (Thermoplastische Elastomere) Lebensmittelschläuche  wie auch TPE-S-Schläuche für die Medizin- und Pharmatechnik. Sie besitzen eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber vielen Säuren und Laugen, aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Fetten, Ölen sowie hochkonzentrierten Alkoholen. Sie sind weichmacherfrei und in der Pharmazie, Lebensmittelindustrie und medizinischen Analytik von großer Bedeutung. Der Temperaturbereich ist mit -40 °C bis +120 °C ausgesprochen gut für ein elastisches Polymer. Die Chemieschläuche aus TPE entsprechen der EG-Richtlinie 10/2011 sowie den Regularien der USP und sind somit als physiologisch unbedenklich einzustufen. Die Sterilisation ist durch Autoklavieren möglich, kann jedoch auch mittels Heißluft, Ethylenoxid oder Gammastrahlen durchgeführt werden.

 

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RCT hält als erfahrener Laborausstatter und Anbieter hochwertiger Schlauchtechnik eine Vielzahl an Chemieschläuchen und weiteren technischen Schläuchen in seinem Sortiment dauerhaft an Lager. Kurze Lieferzeiten sind ebenso gewährleistet wie faire Preise und ausnahmslos hochwertige Qualität. Haben Sie Fragen zu unseren Produkten, dann wenden Sie sich einfach an unsere Spezialisten der Schlauchtechnik, die Ihnen gerne weiterhelfen. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an – wir beraten Sie gerne.