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Druckluftschläuche

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FEP-Chemieschlauch FEP-Chemieschlauch
HDPE-Chemieschlauch HDPE-Chemieschlauch
LDPE-Wellrohr LDPE-Wellrohr
PA 6-Wellrohr PA 6-Wellrohr
PUR-Lebensmittelschlauch PUR-Lebensmittelschlauch
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Druckluftschläuche: Kunststoffschläuche und Gummischläuche für die Drucklufttechnik

Druckluftschläuche hält Reichelt Chemietechnik in zahlreichen Ausführungen, gefertigt aus verschiedenen Werkstoffen, in einem breiten Programm vorrätig. Als erfahrener Anbieter von und Spezialist für Schlauchtechnik finden Sie im Sortiment der RCT außerdem Kunststoffschläuche, Gummischläuche, Antistatikschläuche und viele weitere Schlauchausführungen. Dank unserer umfangreichen Produktpalette lässt sich für nahezu jeden Anwendungsfall eine passende Schlauchlösung finden. Passendes Zubehör, wie Schlauchverbinder, Schnellverschluss-Kupplungen oder Absperrhähne, sind ebenfalls über unseren Onlineshop erhältlich.

Druckluft-Schläuche, die beispielsweise in der Pneumatik Anwendung finden, werden aus vielen verschiedenen Kunststoffen und Elastomeren gefertigt. Hier eine Übersicht der verfügbaren Schlauchwerkstoffe:

  • HDPE (Polyethylen mit hoher Dichte)
  • LDPE (Polyethylen mit niedriger Dichte)
  • LLDPE (Lineares Polyethylen, niedrige Dichte, hochvernetzt)
  • PA (Polyamid)
  • PUR (Polyurethan, Vulkollan®)
  • PVC (Polyvinylchlorid)
  • FKM bzw. FPM (Fluorkautschuk, Viton®, THOMAFLUOR)
  • TPE-E (Thermoplastisches Polyether-Ester-Elastomer)
  • EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)
  • FEP (Fluorethylenpropylen)

 

Welcher der passende Schlauchwerkstoff für Ihren Einsatz ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Welcher Druckbelastung wird der Druckluftschlauch ausgesetzt? Werden außer Druckluft noch andere Medien gefördert oder ist die Luft chemisch belastet? Mit welcher Arbeitstemperatur wird der Druckschlauch beaufschlagt? Ist eine hohe Flexibilität gewünscht oder nötig?

In Abhängigkeit dieser Parameter kann aus folgenden Kunststoffen und Elastomeren gewählt werden.

 

PE-Druckluft- und Chemieschläuche

Polyethylen-Schläuche stehen in zahlreichen Ausführungen zur Verfügung. Es wird außerdem zwischen PE hoher Dichte, PE niedriger Dichte und linearem Polyethylen differenziert.

HDPE

HDPE-Chemieschläuche kommen als Druckluftschläuche in der Verfahrenstechnik, im Maschinenbau sowie in der Produktionstechnik zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch eine hohe mechanische Festigkeit, Zähigkeit und Reißdehnung aus. Die Schläuche sind beständig gegenüber polaren Lösungsmitteln, Säuren, Laugen, diversen Ölen, Alkoholen sowie aliphatischen Kohlenwasserstoffen und Kraftstoffen, wie Benzin oder Diesel. Auch UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und besonders aggressive Medien, wie Mineralsäuren, Alkalilaugen und Heißwasser, können den Kunststoff nicht angreifen. Als zulässige Arbeitstemperatur gilt der Bereich von -50 °C bis +100 °C und als maximaler Arbeitsdruck kann der Wert von 16 bar bei +20 °C angenommen werden. Die Chemieschläuche entsprechen ferner der Brandklasse UL 94 HB und besitzen eine Shore-Härte D von 66° gemäß DIN 53505.

Pneumatikschläuche aus HDPE sind auch als kalibrierte Version erhältlich. Diese dienen als Druckluftleitungen, Steuerleitungen wie auch als Unterdruckleitungen. Sie werden auch als Schutzleitungen definiert und kommen als Pneumatikleitungen an Lasergeräten zum Einsatz. Die Luft-Versorgungsleitungen sind physiologisch unbedenklich und beweisen sich durch größte Steifheit, Schlagzähigkeit, hohe mechanische Festigkeit und gute Abriebfestigkeit. Die Druckluftschläuche können im Bereich von 9 bar bis 33 bar bei +20 °C belastet werden, je nach Schlauchdimension. Als Shore-Härte D gilt 67° gemäß DIN 53505 und als zulässiger Arbeitstemperaturbereich ist -30 °C bis 80 °C anzugeben, wobei kurzfristig auch bis zu +100 °C zulässig sind.

Kunststoff/Metall-Verbundschläuche sind, wie der Name bereits preisgibt, ein Verbund verschiedener Metall- und Kunststoffwerkstoffe. Tatsächlich bestehen Innenseele sowie Außenmantel aus HDPE und als Verbundseele dient eine Aluminiumschicht. Die korrosionsbeständigen und druckbeständigen (max. 30 bar bei +20 °C) Labor- und Pneumatikschläuche können mit Arbeitstemperaturen von -25 °C bis +65 °C (kurzfristig +80 °C) beaufschlagt werden. Dank der Verbundseele aus Aluminium sind die Gasschläuche äußerst gasdicht, weisen also kaum Permeabilität bzw. Gasdurchlässigkeit auf. Sie stehen in Nennweiten von 3,9 mm bis 15,0 mm zur Verfügung, wobei die Mindest-Biegeradien von 19 mm bis 175 mm reichen, je nach Schlauchdimension.

LDPE

LDPE-Schläuche sind ebenfalls gegenüber vielen organischen und anorganischen Chemikalien bestens beständig. Dazu gehören beispielsweise mineralische Fette und Öle, aliphatische Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Säuren, Laugen, Ester, Ketone, Heißwasser und UV-Strahlung sowie Röntgenstrahlung. Druckschläuche aus LDPE sind etwas flexibler als die HDPE-Äquivalente, aber dennoch mechanisch stabil und druckfest.

LDPE-Chemieschläuche (Standard) kommen als Pneumatik- und Luftschläuche in der Drucklufttechnik zum Einsatz. Sie sind dank der extrem hohen mechanischen Festigkeit sehr schlagfest und robust. Als Arbeitsdruck gilt der Bereich von 9 bar bis 30 bar bei +20 °C, in Abhängigkeit zur jeweiligen Schlauchdimension. Die Shore-Härte D ist mit 45° gemäß DIN 53505 anzugeben und ihre Reißdehnung mit 650 %. Die Standardausführung steht sowohl in zölligen als auch in metrischen Abmessungen zur Verfügung, wahlweise in den Farben Natur oder Schwarz. Unabhängig von der Farbgebung kann der LDPE-Schlauch im Temperaturbereich von -50 °C bis +90 °C verwendet werden, wobei Temperaturerhöhungen bis +120 °C für kurze Intervalle zulässig sind.

Eine Sonderstellung nehmen die Druckluft-Medizinschläuche ein. Die Spezialschläuche für die Medizintechnik und Krankenhaustechnik sind überaus flexibel, elastisch und weich. Sie sind medizinisch rein, nicht toxisch, frei von extrahierbaren Bestandteilen und absolut geruchs- sowie geschmacksfrei. Ihre chemische Beständigkeit erfüllt die DIN 16934. Hervorzuheben ist außerdem die geringe Gaspermeabilität: Die Durchlässigkeitswerte für Wasserdampf, Ozon und Sauerstoff sind außerordentlich gering. Sie können somit auch als Gasschläuche beziehungsweise Sauerstoffschläuche verwendet werden. Druckluftschläuche aus LDPE für die Medizin- und Pharmatechnik können im Temperaturbereich von -20 °C bis +80 °C verwendet werden und als zulässiger Arbeitsdruck gilt 15,6 bar bei +20 °C, das jedoch in Abhängigkeit von der jeweiligen Schlauchabmessung. Die Bruchdehnung entspricht ca. 450 %.

LLDPE

LLDPE steht für hochvernetztes, lineares Polyethylen niedriger Dichte. Trinkwasserschläuche aus diesem Material, beispielsweise für die Trinkwasseraufbereitung und Getränkeindustrie, bereichern ebenfalls unser Programm. Aufgrund ihrer Druckbelastbarkeit von 8 bar bei +20 °C über den gesamten Nennweitenbereich werden sie auch als Druckluftschläuche deklariert. Sie gelten als physiologisch unbedenklich, geschmacks- und geruchsneutral und nicht toxisch – es liegen Freigaben nach DVGW-Arbeitsblatt W 270, KTW, NSF und WRC vor. Die Schläuche – deren typische Einsatzgebiete die Haustechnik, Wasseraufbereitung, Trinkwasserversorgung, Biotechnologie und Lebensmittelindustrie sind – werden in folgenden Farbgebungen angeboten:

  • Natur
  • Blau
  • Rot
  • Schwarz

 

Trotz der ausgezeichneten Druckbeständigkeit ist ihre Flexibilität mit Biegeradien von 25 mm bis 64 mm außerordentlich gut. Die schlagfesten, schwingungsstabilen LLDPE-Schläuche sind in einem Temperaturbereich von -30 °C bis +65 °C belastbar und weisen, wie auch die Varianten aus LDPE, eine sehr niedrige Gaspermeabilität auf.

 

EPDM-Doppelmantel-Druckluft- und Bremsschläuche

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk gehört zur Gruppe der Elastomere. Es ist besonders hochwertig, elastisch und chemisch beständig gegenüber diversen Medien, wie Alkoholen, Estern, Ketonen, Säuren, Laugen und mineralischen Fetten und Ölen. Selbst Witterung, Heißwasser und Wasserdampf, UV-Strahlung und Ozon greifen den Kautschuk nicht an. Bremsschläuche beziehungsweise Druckluftschläuche aus EPDM sind sehr flexibel, dank des integrierten PVAA-Geflechts als Druckträger aber gleichsam druckbeständig mit einem Platzdruck von 50 bar bei +20 °C. Die Doppelmantelschläuche erfüllen die DIN 74310 und können bei Temperaturen von -40 °C bis +70 °C eingesetzt werden.

 

FEP-Chemieschläuche

Der Fluorkunststoff FEP (Fluorethylenpropylen) ist äußerst chemikalienresistent und mechanisch fest. Chemieschläuche aus diesem Material eignen sich daher hervorragend für die Drucklufttechnik. Sie sind für maximale Druckbelastungen von 8 bar bis 20 bar bei +20 °C, je nach Schlauchdimension, geeignet und können generell im Temperaturbereich von -170 °C bis +210 °C verwendet werden. Außerdem sind die Pressluftschläuche aus FEP physiologisch unbedenklich (FDA-konform, BfR-konform, Europäische Pharmacopoeia) und sterilisierbar (Autoklavierbar bei +121 °C oder mittels Heißluft bei +160 °C, Ethylenoxid sowie Gammastrahlen ebenfalls möglich). Die glatte, anti-adhäsive Innenoberfläche garantiert kleinste Strömungswiderstände und stellt außerdem sicher, dass sich keine Bakterien, Partikel oder andere Mikroorganismen ansiedeln. Als Shore-Härte D gilt 53° gemäß DIN 53505.

 

PA-Pneumatik- und Druckluftleitungen

Unter „Polyamiden“ versteht man eine Kunststoffgruppe linearer Polymere, die eine sich regelmäßig wiederholende Amidbindung entlang der Hauptkette gemeinsam haben. Am Markt sind zahlreiche Polyamide erhältlich, die auch technische Anwendung finden, etwa PA 11 (Nylon 11), PA 12 (Nylon 12), PA 6.6 (Nylon) oder PA 6 (Perlon®). So ist es kaum verwunderlich, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Druckschläuche aus Polyamiden zur Verfügung steht. Die Ausführungen im Überblick:

  • Chemieschläuche in den Varianten „Standard“, „Kalibriert“ und „High Flexible“
  • Hochdruckschläuche
  • Lumenschläuche
  • Schläuche für die Medizintechnik
  • Antistatikschläuche (elektrisch leitend)
  • Spiralschläuche (wahlweise mit und ohne Gewindeanschlüssen)
  • Pneumatikschläuche und Hydraulikschläuche
  • Makro-Druckluftschläuche

 

Welche Eigenschaften und Vorteile die verschiedenen Schlauchtypen im Einzelnen mit sich bringen und wo diese bevorzugt eingesetzt werden, erfahren Sie im Folgenden.

Chemieschläuche – Standard

Die PA-Druckluftschläuche in der „Standard“-Ausführung zeichnen sich durch höchste Verschleißfestigkeit und überragende Schlagzähigkeit aus. Sie sind weitestgehend gasdicht und für Arbeitstemperaturen von -40 °C bis +90 °C konfiguriert, wobei sie ebenfalls mit +136 °C dampfsterilisierbar sind. Außerdem ist die Sterilisation mittels Ethylenoxid und Gammastrahlen möglich. Die Schläuche sind für maximale Arbeitsdrücke von 15 bar bis 60 bar bei +20 °C in Abhängigkeit zur jeweiligen Schlauchdimension einsetzbar.

Kalibrierte Druckluftschläuche

Die Chemieschläuche in der Ausführung „Kalibriert“ sind für die Drucklufttechnik bestens geeignet und finden so Verwendung als pneumatische wie auch hydraulische Steuerleitungen, die mittels Steckverbindern angeschlossen werden können. Die Shore-Härte D beträgt 68° gemäß DIN 53505 und die Arbeitstemperatur ist mit dem Bereich von -40 °C bis +100 °C anzugeben. Die flexiblen Druckschläuche können – je nach Schlauchdimension – mit bis zu 25 bar bei +20 °C beaufschlagt werden.

Hochflexible Ausführung

Hochflexible Pneumatikschläuche aus Polyamid kommen im Apparatebau, in der Medizintechnik und in der chemischen Verfahrenstechnik zum Einsatz. Die witterungs- und heißluftbeständigen PA-Schläuche zeichnen sich durch größte Elastizität (selbst bei niedrigen Temperaturen) und ihr gutes elastisches Verhalten aus – und das bei gleichzeitig hoher mechanischer Festigkeit. So liegt der Biegeradius der superflexiblen Druckschläuche bei 20 mm bis 55 mm, je nach Schlauchtype. Diese Eigenschaften ermöglichen, dass der Druckluftschlauch in Schleppketten verwendet werden kann. Als Shore-Härte D sind 55° und als Arbeitstemperaturbereich -50 °C bis +60 °C anzugeben.

Makro-Druckluftschläuche

Die Industrie- und Makroschläuche sind mit Nennweiten von 12 mm bis 23 mm für den großtechnischen Bereich konzipiert. Trotz der hohen Druckbeständigkeit von bis zu 17 bar bei +20 °C liegen die Biegeradien nur bei 90 mm bis 190 mm. Die Schlagzähigkeit, Gasdichtigkeit, mechanische Festigkeit und Verschleißfestigkeit sind bemerkenswert gut. Die Shore-Härte D liegt bei 61° (DIN 53505) und die thermische Beständigkeit ist im Bereich von -50 °C bis +100 °C gegeben.

Antistatikschläuche – elektrisch leitend

PA-Chemieschläuche – elektrisch leitend und außentoleriert – kommen in explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“) als Druck- und Vakuumschläuche zum Einsatz. Die elektrische Leitfähigkeit mit einem Oberflächenwiderstand von <106 Ohm wird durch die Graphitfüllung des Sondercompounds sichergestellt. Die schwarzen, ableitfähigen Druckluftschläuche können für hohe Maximaldrücke von bis zu 45 bar bei +20 °C belastet werden, je nach Schlauchdurchmesser. Nennweitenabhängig sind ebenfalls die Biegeradien, die von 20 mm bis 90 mm reichen. Die Temperaturbeständigkeit der abriebfesten und verschleißfesten Druckschläuche liegt bei -40 °C bis +90 °C.

Hochdruckschläuche

Für besonders anspruchsvolle Druckluftanwendungen stehen PA-Hochdruckschläuche mit maximalen Arbeitsdrücken von 100 bar bis 136 bar (+20 °C) zur Verfügung. Die extrem harten Hydraulikschläuche (Shore-Härte D 96°) kommen in Zentralschmiersystemen und der Niederdruckhydraulik zum Einsatz. Sie stehen in den Nennweiten 1,5 mm sowie 3,0 mm zur Verfügung und können im Temperaturbereich von +0 °C bis +100 °C verwendet werden.

Lumen-Schläuche

Lumenschläuche aus Polyamid werden sowohl doppellumig (Lumenfarben: Blau und Schwarz) als auch dreilumig (Lumenfarben: Blau, Schwarz und Natur/Gelb) angeboten. Sie finden beispielsweise in der Chemietechnik und in der Prozesstechnik Anwendung, werden aber auch für die Drucklufttechnik herangezogen. Beide Varianten sind von -50 °C bis +120 °C (kurzzeitig bis +150 °C) thermisch beständig und für Arbeitsdrücke von 14 bar bis 35 bar (+20 °C) geeignet, je nach Schlauchabmessung. Hervorzuheben sind – neben der Dampfsterilisierbarkeit bei +136 °C – auch ihre hohe Verschleißfestigkeit und Schlagzähigkeit sowie die niedrige Gaspermeabilität. Die Sterilisation ist nicht nur mittels Dampf, sondern auch durch Behandlung mit Gas (Ethylenoxid) oder Gammastrahlen möglich.

Spiralschläuche ohne Anschluss-Stücke

Spiralschläuche aus Polyamid gelten als Druckluftschläuche für einen maximalen Luftdruck von 15 bar bei +20 °C. Durch den spiralisierten Schlauchaufbau sind sie sehr dehnbar und flexibel und das bei bester Formstabilität und mechanischer Festigkeit der Leitung. Aufgrund dessen kommen sie zur Förderung von Flüssigkeiten, Gasen und Druckluft an sich bewegenden oder vibrierenden Anlagensystemen und Apparaturen zum Einsatz. Die Spiralschläuche lassen sich reversibel und einfach dehnen beziehungsweise auseinanderziehen – die Schläuche sind somit bestens für Anwendungen geeignet, die eine hohe Mobilität erfordern (Arbeitslänge 2,5 m bis 22,5 m). Die chemische Beständigkeit ist unter anderem gegenüber Ölen und Kraftstoffen gegeben, beispielsweise als Rückstände in der Druckluft, und als Temperaturbereich gilt -40 °C bis 90 °C. Die eng gewundenen, permanent-spiraligen Polyamid-Schläuche bleiben selbst bei wiederholtem Auseinanderziehen absolut mechanisch stabil und abrasionsfest.

Spiralschläuche mit Gewindeanschlüssen

Die Spiralschlauchausführung mit drehbaren Gewindeanschlüssen (mit Knickschutz und konischem R 1/4“ Außengewinde) ist äquivalent aufgebaut und findet ebenfalls Anwendung als Hydraulik-, Pneumatik- und Druckluftleitung an Robotersystemen, automatisierten Dosiersystemen und anderen sich bewegenden oder vibrierenden Industrieanlagen. Die Druckbelastbarkeit liegt für den gesamten Nennweitenbereich bei 20 bar bei +20 °C und die Temperaturbeständigkeit bei -20 °C bis +80 °C. Neben Druckluft lassen sich mit den Druckluftschläuchen auch andere gasförmige und flüssige Medien, die in der Hydraulik und Drucklufttechnik benötigt werden, transportieren. Die Spiralschläuche stehen in den Farben Blau sowie Orange mit Arbeitslängen bis 6,0 m zur Verfügung und besitzen eine Shore-Härte D von 60°.

Medizintechnikschläuche

PA-Pneumatikschläuche für die Medizintechnik sowie für die Krankenhaustechnik, Steriltechnik und Pharmaindustrie sind ebenfalls Teil unseres umfangreichen Schlauchsortiments. Der Druckbereich dieser Spezialschläuche liegt bei 6,1 bar bis 20,3 bar (+20 °C, variiert je nach Schlauchabmessung). Die bei +121 °C autoklavierbaren Medizinschläuche können dauerhaft im Bereich von -40 °C bis +80 °C thermisch belastet werden. Hervorzuheben sind außerdem die gute mechanische Festigkeit, Verschleißfestigkeit und Schlagzähigkeit. Die Sterilisation ist – neben dem bereits erwähnten Autoklavieren – auch mittels Ethylenoxid und Gammastrahlen möglich. Die Medizintechnikschläuche stehen in den Ausführungen „flexibel“ und „halbstarr“ zur Verfügung.

Pneumatik-Hydraulik-Rohrleitungen

Rohrleitungen aus Polyamid für die Drucklufttechnik, Hydraulik und Pneumatik werden für pneumatische wie auch hydraulische Steuerungsprozesse eingesetzt, und das im Druckbereich von 7 bar bis 15 bar (bei +20 °C) in Abhängigkeit zur jeweiligen Schlauchdimension. Es kann aus folgenden Farbgebungen gewählt werden:

  • Schwarz
  • Rot
  • Blau
  • Gelb

 

Durch die Farbcodierung wird eine Verwechslung unterschiedlicher Schlauchleitungen im Betrieb ausgeschlossen. Die außenkalibrierten Druckluftschläuche (niedrige Toleranz im Außendurchmesser) sind mechanisch stabil und schlagfest, jedoch gleichzeitig elastisch und flexibel mit Biegeradien von 10 mm bis 120 mm. Als zulässiger Temperaturbereich gilt -70 °C bis + 70 °C.

 

PUR-Hydraulik- und Druckluftschläuche

PUR-Schläuche sind elastisch und flexibel – bei gleichzeitig gegebener mechanischer Stabilität und Druckbeständigkeit. Sie eignen sich somit ideal als Druckluftschläuche, Hydraulikschläuche und Pneumatikschläuche. Die wichtigsten Schlauchvertreter dieser Elastomergruppe werden im Folgenden detailliert erläutert.

Antista-Spiralschläuche

Die antistatischen, spiralisierten Druckluftschläuche sind elektrisch ableitend und eignen sich für den Maschinenbau, die Mess- und Regelungstechnik, die Drucklufttechnik, Hydraulik, Pneumatik und die Chemietechnik. Die Schläuche sind antistatisch ausgerüstet mit einem Oberflächenwiderstand <106 Ohm. Die Shore-Härte A liegt bei 98° gemäß DIN 53505 und der Temperaturbereich umfasst -20 °C bis +85 °C. Für alle Schlauchabmessungen gilt der maximale Arbeitsdruck von 10 bar bei +20 °C. Die Spiralschläuche mit hoher Rückstellkraft gelten als knickfest sowie elastisch und sind zudem reißfest, ozonbeständig, witterungsbeständig wie auch alterungsbeständig. Die chemische Beständigkeit ist unter anderem gegenüber UV-Strahlung, Kraftstoffen, Dieselöl und Kerosin gegeben.

PUR-Chemieschläuche

Standard-Schlauchsysteme aus Polyurethan gelten als Chemieschläuche und flexible Druckluft-Versorgungsschläuche an Druckluftwerkzeugen und Montagebändern. Die Druckluftschläuche kommen in der Automobilindustrie, der Mess- und Regelungstechnik sowie im Apparatebau und in der Chemietechnik zum Einsatz. Sie sind von höchster Flexibilität und Elastizität und beweisen sich gleichzeitig durch eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit und Reißfestigkeit. Auch die Druckbeständigkeit ist mit maximal 10 bar bei +20 °C positiv zu erwähnen. Es stehen Schlauchausführungen in den Farben Blau, Rot und Gelb zur Verfügung. Die Shore-Härte A liegt gemäß DIN 53505 bei 95°, wobei die thermische Widerstandsfähigkeit im Bereich von -20 °C bis +85 °C gegeben ist.

Spiral-Funkenschutzschläuche

Spiralisierte Funkenschutzschläuche – wahlweise mit und ohne drehbare Verschraubungen – sind ebenfalls Teil unseres umfangreichen Schlauchprogramms. Die Spiralschläuche erfüllen die Brandklasse UL 94 V-0 und können von -20 °C bis +100 °C thermisch belastet werden. Sie gelten als extrem flammwidrig, schleppkettentauglich und druckbeständig, mit einem zulässigen Arbeitsdruck von 15 bar (+20 °C) über den gesamten Nennweitenbereich. Ferner sind sie chemisch widerstandsfähig gegenüber Benzin, Cyclohexan, Dieselöl, Isooctan, Kerosin und anderen Kraftstoffen.

Lebensmittelschläuche

Auch in der Getränke- und Lebensmittelindustrie werden Druckluftschläuche benötigt. Entsprechende Varianten aus Polyurethan sind BfR- sowie FDA-konform. Ihre Flexibilität, Reißfestigkeit und Knicksicherheit sind als überdurchschnittlich zu bewerten, und das bei einer Shore-Härte D von 52° und Druckbeständigkeit von 11 bar bis 14 bar bei +20 °C (durchmesserabhängig). Als zulässige Arbeitstemperatur der physiologisch unbedenklichen Nahrungsmittelschläuche sind -25 °C bis +60 °C anzugeben.

Lumenschläuche

PUR-Lumenschläuche werden in drei Ausführungen angeboten: Mit zwei Lumen (Schwarz und Blau), drei Lumen (Schwarz, Blau und Gelb) sowie mit vier Lumen (Schwarz, Blau, Grün und Gelb). Sie werden als Druckluftschläuche in der Labortechnik und Prozesstechnik verwendet und zeichnen sich durch ihre hohe mechanische Festigkeit sowie Reißfestigkeit aus. Die Shore-Härte A ist mit 98° anzugeben, wobei als Arbeitstemperaturbereich -40 °C bis +80 °C gilt. Temperaturspitzen bis +120 °C sind jedoch auch möglich. Die dimensionsabhängige Druckbeständigkeit liegt bei 8 bar bis 18 bar bei +20 °C. Hervorzuheben sind außerdem die absolute Knickfestigkeit und mechanische Stabilität, selbst bei sehr niedrigen Temperaturen bis -40 °C.

Pressluftschläuche

Druckluft- und Pressluftschläuche aus Polyurethan werden vornehmlich für pneumatische Werkzeuge und Maschinen gebraucht. Ebenso werden sie in der Betriebstechnik, der Hydraulik, der Pneumatik, der Drucklufttechnik und der Prozesstechnik verwendet. Als maximaler Betriebsdruck gilt 20 bar und als Platzdruck 60 bar (+20 °C), wobei der Temperaturbereich mit -20 °C bis +60 °C definiert wird. Die Druckfestigkeit und Verschleißfestigkeit der flexiblen Pressluftschläuche ist hervorragend. Sie stehen in Nennweiten von 6 mm bis 13 mm zur Verfügung und können bereits ab einer Länge von 5 Meter geordert werden.

Chemie-Sicherheitsschläuche

Sicherheits-Chemieschläuche kommen als Steuerungsschläuche und Druckluftschläuche für pneumatische sowie hydraulische Anwendungen zum Einsatz. Ihre Druckbelastbarkeit liegt dimensionsabhängig zwischen 9 bar und 12 bar bei +20 °C, wobei ihre Shore-Härte D mit 52° gemäß DIN 53505 anzugeben ist. Als Arbeitstemperatur kann der Bereich von -35 °C bis +60 °C genannt werden. Die Sicherheitsschläuche eignen sich nicht nur für Druckluft, sondern können auch zur Förderung von Kühlmitteln, Hydraulikölen und Hydraulikflüssigkeiten herangezogen werden. Ferner ist ihre chemische Beständigkeit gegenüber diversen Kraftstoffen (Benzin, Dieselöl, Cyclohexan) gegeben. Die Schläuche sind knickfest und elastisch, zudem beständig gegenüber UV-Strahlen und Ozon.

Außentolerierte Spiralschläuche

Die für den Niederdruckbereich konzipierten und spiralisierten Druckluft- und Hydraulikschläuche sind für einen Luftdruck von bis zu 10 bar bei +20 °C konfiguriert, wobei ihre Arbeitstemperatur mit -20 °C bis +60 °C festgeschrieben ist. Positiv zu vermerken sind ihre Kälteflexibilität, Knickbeständigkeit, hohe Rückstellkraft und ausgezeichnete Elastizität mit Arbeitslängen von bis zu 8 m.

Chemie-Industrieschläuche

Polyurethan-Industrieschläuche in der Ausführung „High-Flexible“ sind für die Drucklufttechnik sowie den Maschinenbau als Schutz-, Förder- und (Druck-)Luftschläuche konzipiert. Ferner kommen sie in der Niederdruckpneumatik sowie bei Vakuumanwendungen zum Einsatz. Wie der Name der Schlauchausführung bereits preisgibt, sind die Schläuche sehr flexibel und elastisch, trotz der hohen mechanischen Festigkeit und der dimensionsabhängigen Druckbeständigkeit bis 23 bar bei +20 °C. Als Arbeitstemperaturbereich gilt -40 °C bis +85 °C (kurzzeitig +120 °C), wobei die Kälteflexibilität selbst bei sehr niedrigen Temperaturen bis -40 °C gegeben ist. Kleinste Biegeradien erleichtern zusätzlich die Handhabung des Druckluftschlauchs, dessen Shore-Härte A gemäß DIN 53505 mit 70° anzugeben ist.

Farbcodierte Spiralschläuche mit Anschlüssen

In unserem Sortiment finden Sie nicht nur farbcodierte Ausführungen (Rot, Blau und Gelb) sondern auch solche, die bereits mit drehbaren Stecknippeln, Schnellkupplungen oder Verschraubungen vorkonfektioniert sind. Selbstverständlich stehen die Druckluftschläuche auch ohne Anschlüsse zur Verfügung und können selbst konfektioniert werden beziehungsweise an vorliegende Schlauchsysteme angeschlossen werden. Hier die wichtigsten Eckdaten der spiralisierten Luftschläuche auf einen Blick:

  • Arbeitslänge bis 8 m
  • Temperaturbereich: -20 °C bis +60 °C
  • Max. Betriebsdruck: 10 bar bei +20 °C
  • Nennweiten von 4,0 mm bis 13,0 mm
  • Shore-Härte A: 98°

 

Die Elastizität, Knicksicherheit und Rückstellkraft sind hervorragend, selbst bei wiederholter Bewegung und bei niedrigen Temperaturen. Ferner ist ihre chemische Beständigkeit gegenüber aliphatischen Kohlenwasserstoffen (Benzin, Dieselkraftstoff, Kerosinkraftstoff), Ozonbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit wie auch Alterungsbeständigkeit positiv zu erwähnen.

 

TPE-E-Chemie- und Druckluftschläuche

Hinter der Bezeichnung TPE-E verbirgt sich ein thermoplastisches Polyether-Ester-Elastomer. Die chemischen und technischen Eigenschaften sind mit denen von Polyurethan vergleichbar. So ist die Elastizität, mechanische Festigkeit, Abriebfestigkeit und Verschleißfestigkeit besonders gut und die chemische Beständigkeit gegenüber aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen bei moderaten Temperaturen gegeben. Der TPE-E-Druckluftschlauch kann in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +120 °C belastet werden, es sind jedoch Temperaturspitzen bis +160 °C möglich. Die Shore-Härte D ist mit 63° anzugeben und die realisierbaren Mindestbiegeradien sind mit 20 mm bis 80 mm, in Abhängigkeit von der jeweiligen Nennweite, sehr gut. Der Chemieschlauch gilt somit als biegsam, chemisch beständig und gleichzeitig mechanisch fest.

 

PVC-Druckluftschläuche

PVC-Schläuche werden in vielen verschiedenen Formen und Ausführungen angeboten, etwa als Analytikschläuche, Laborschläuche, Lebensmittelschläuche und Dieselschläuche. Für die Drucklufttechnik sind zwei unserer Schlauchausführungen von besonderer Bedeutung.

Die blauen PVC-Druckschläuche sind besonders dünnwandig, trotz der hohen Druckbelastbarkeit von bis zu 40 bar bei +20 °C beziehungsweise 21 bar bei +60 °C. Die hohe Druckbeständigkeit bei gleichzeitig geringer Wandstärke wird durch eine Synthesefaden-Gewebeeinlage realisiert. Dadurch kann der Schlauch als hochflexibler und biegsamer Luft- und Hydraulikschlauch für Kühlleitungen, Hydraulikleitungen und Druckluftleitungen eingesetzt werden. Seine Temperaturbeständigkeit ist im Arbeitsbereich von -20 °C bis +60 °C gegeben und die Shore-Härte A des Schlauchwerkstoffs beträgt 86° gemäß DIN 53505. Hervorzuheben ist außerdem, dass der Druckschlauch absolut Silikon- und LABS-frei ist, was in vielen Industriebereichen, wie beispielsweise der Automobilindustrie, gefordert wird.

Die braunen PVC-Pressluftschläuche gelten ebenso als Druckluftschläuche für die Prozesstechnik und Betriebstechnik sowie die Pneumatik und Hydraulik. Sie sind überaus robust und flexibel bei gleichzeitig ausgeprägter Druckfestigkeit (20 bar bei +20 °C für alle Schlauchabmessungen). Der Pressluftschlauch ist thermisch von -20 °C bis +60 °C beanspruchbar und steht im Nennweitenbereich von 6,0 mm bis 25,0 mm zur Verfügung.

 

FPM-Doppelmantelschläuche

FPM- beziehungsweise FKM-Doppelmantelschläuche kommen in der chemischen Verfahrenstechnik, der Pharmaindustrie, Petrochemie und der Mineralölindustrie zum Einsatz. Die Chemikalienbeständigkeit, Wärmebeständigkeit sowie Ozon-, Sauerstoff-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit der Innenseele aus Fluorkautschuk ist ausgesprochen gut. Der zusätzliche Außenmantel aus Chloroprenkautschuk sowie die Einlage aus Polyestergewebe mit zwei Kupfer-Litzen sorgen für die nötige Druckbeständigkeit von 10 bar bei   +20 °C (für alle Schlauchdimensionen). Trotz des komplexen und mehrschichtigen Schlauchaufbaus bleibt der Druckluftschlauch mit Biegeradien von 100 mm bis 240 mm biegsam. Als Temperaturbereich sind -20 °C bis +120 °C anzugeben.

 

NBR-Niederdruckschläuche

Niederdruckschläuche aus Nitrilkautschuk gelten als Hydraulikschläuche, Pneumatikschläuche und Druckluftschläuche. Aufgrund des doppelschichtigen Schlauchaufbaus werden sie auch als Doppelmantelschläuche definiert – die Innenseele besteht aus NBR und als Außenmantel dient ein verzinktes Stahldrahtgeflecht. Letzteres dient hierbei als Druckträger und sichert den Arbeitsdruck von maximal 20 bar bei +20 °C, in Abhängigkeit zur Schlauchdimension. Als Temperaturbereich der metall-umflochtenen Niederdruckschläuche, die in der Drucklufttechnik zum Einsatz kommen, gilt -30 °C bis 90 °C. Die chemische Beständigkeit ist gegenüber Mineralölprodukten, aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Glykolen, Schmiermitteln, pflanzlichen und tierischen Ölen, Silikonen, verdünnten Säuren und Basen sowie Druckluft gegeben. Der Schlauch gilt somit als kraftstoffbeständiger Hydraulik- und Chemieschlauch nach DIN 73379.

 

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Druckluftschläuche: Kunststoffschläuche und Gummischläuche für die Drucklufttechnik

Druckluftschläuche hält Reichelt Chemietechnik in zahlreichen Ausführungen, gefertigt aus verschiedenen Werkstoffen, in einem breiten Programm vorrätig. Als erfahrener Anbieter von und Spezialist für Schlauchtechnik finden Sie im Sortiment der RCT außerdem Kunststoffschläuche, Gummischläuche, Antistatikschläuche und viele weitere Schlauchausführungen. Dank unserer umfangreichen Produktpalette lässt sich für nahezu jeden Anwendungsfall eine passende Schlauchlösung finden. Passendes Zubehör, wie Schlauchverbinder, Schnellverschluss-Kupplungen oder Absperrhähne, sind ebenfalls über unseren Onlineshop erhältlich.

Druckluft-Schläuche, die beispielsweise in der Pneumatik Anwendung finden, werden aus vielen verschiedenen Kunststoffen und Elastomeren gefertigt. Hier eine Übersicht der verfügbaren Schlauchwerkstoffe:

  • HDPE (Polyethylen mit hoher Dichte)
  • LDPE (Polyethylen mit niedriger Dichte)
  • LLDPE (Lineares Polyethylen, niedrige Dichte, hochvernetzt)
  • PA (Polyamid)
  • PUR (Polyurethan, Vulkollan®)
  • PVC (Polyvinylchlorid)
  • FKM bzw. FPM (Fluorkautschuk, Viton®, THOMAFLUOR)
  • TPE-E (Thermoplastisches Polyether-Ester-Elastomer)
  • EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)
  • FEP (Fluorethylenpropylen)

 

Welcher der passende Schlauchwerkstoff für Ihren Einsatz ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Welcher Druckbelastung wird der Druckluftschlauch ausgesetzt? Werden außer Druckluft noch andere Medien gefördert oder ist die Luft chemisch belastet? Mit welcher Arbeitstemperatur wird der Druckschlauch beaufschlagt? Ist eine hohe Flexibilität gewünscht oder nötig?

In Abhängigkeit dieser Parameter kann aus folgenden Kunststoffen und Elastomeren gewählt werden.

 

PE-Druckluft- und Chemieschläuche

Polyethylen-Schläuche stehen in zahlreichen Ausführungen zur Verfügung. Es wird außerdem zwischen PE hoher Dichte, PE niedriger Dichte und linearem Polyethylen differenziert.

HDPE

HDPE-Chemieschläuche kommen als Druckluftschläuche in der Verfahrenstechnik, im Maschinenbau sowie in der Produktionstechnik zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch eine hohe mechanische Festigkeit, Zähigkeit und Reißdehnung aus. Die Schläuche sind beständig gegenüber polaren Lösungsmitteln, Säuren, Laugen, diversen Ölen, Alkoholen sowie aliphatischen Kohlenwasserstoffen und Kraftstoffen, wie Benzin oder Diesel. Auch UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und besonders aggressive Medien, wie Mineralsäuren, Alkalilaugen und Heißwasser, können den Kunststoff nicht angreifen. Als zulässige Arbeitstemperatur gilt der Bereich von -50 °C bis +100 °C und als maximaler Arbeitsdruck kann der Wert von 16 bar bei +20 °C angenommen werden. Die Chemieschläuche entsprechen ferner der Brandklasse UL 94 HB und besitzen eine Shore-Härte D von 66° gemäß DIN 53505.

Pneumatikschläuche aus HDPE sind auch als kalibrierte Version erhältlich. Diese dienen als Druckluftleitungen, Steuerleitungen wie auch als Unterdruckleitungen. Sie werden auch als Schutzleitungen definiert und kommen als Pneumatikleitungen an Lasergeräten zum Einsatz. Die Luft-Versorgungsleitungen sind physiologisch unbedenklich und beweisen sich durch größte Steifheit, Schlagzähigkeit, hohe mechanische Festigkeit und gute Abriebfestigkeit. Die Druckluftschläuche können im Bereich von 9 bar bis 33 bar bei +20 °C belastet werden, je nach Schlauchdimension. Als Shore-Härte D gilt 67° gemäß DIN 53505 und als zulässiger Arbeitstemperaturbereich ist -30 °C bis 80 °C anzugeben, wobei kurzfristig auch bis zu +100 °C zulässig sind.

Kunststoff/Metall-Verbundschläuche sind, wie der Name bereits preisgibt, ein Verbund verschiedener Metall- und Kunststoffwerkstoffe. Tatsächlich bestehen Innenseele sowie Außenmantel aus HDPE und als Verbundseele dient eine Aluminiumschicht. Die korrosionsbeständigen und druckbeständigen (max. 30 bar bei +20 °C) Labor- und Pneumatikschläuche können mit Arbeitstemperaturen von -25 °C bis +65 °C (kurzfristig +80 °C) beaufschlagt werden. Dank der Verbundseele aus Aluminium sind die Gasschläuche äußerst gasdicht, weisen also kaum Permeabilität bzw. Gasdurchlässigkeit auf. Sie stehen in Nennweiten von 3,9 mm bis 15,0 mm zur Verfügung, wobei die Mindest-Biegeradien von 19 mm bis 175 mm reichen, je nach Schlauchdimension.

LDPE

LDPE-Schläuche sind ebenfalls gegenüber vielen organischen und anorganischen Chemikalien bestens beständig. Dazu gehören beispielsweise mineralische Fette und Öle, aliphatische Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Säuren, Laugen, Ester, Ketone, Heißwasser und UV-Strahlung sowie Röntgenstrahlung. Druckschläuche aus LDPE sind etwas flexibler als die HDPE-Äquivalente, aber dennoch mechanisch stabil und druckfest.

LDPE-Chemieschläuche (Standard) kommen als Pneumatik- und Luftschläuche in der Drucklufttechnik zum Einsatz. Sie sind dank der extrem hohen mechanischen Festigkeit sehr schlagfest und robust. Als Arbeitsdruck gilt der Bereich von 9 bar bis 30 bar bei +20 °C, in Abhängigkeit zur jeweiligen Schlauchdimension. Die Shore-Härte D ist mit 45° gemäß DIN 53505 anzugeben und ihre Reißdehnung mit 650 %. Die Standardausführung steht sowohl in zölligen als auch in metrischen Abmessungen zur Verfügung, wahlweise in den Farben Natur oder Schwarz. Unabhängig von der Farbgebung kann der LDPE-Schlauch im Temperaturbereich von -50 °C bis +90 °C verwendet werden, wobei Temperaturerhöhungen bis +120 °C für kurze Intervalle zulässig sind.

Eine Sonderstellung nehmen die Druckluft-Medizinschläuche ein. Die Spezialschläuche für die Medizintechnik und Krankenhaustechnik sind überaus flexibel, elastisch und weich. Sie sind medizinisch rein, nicht toxisch, frei von extrahierbaren Bestandteilen und absolut geruchs- sowie geschmacksfrei. Ihre chemische Beständigkeit erfüllt die DIN 16934. Hervorzuheben ist außerdem die geringe Gaspermeabilität: Die Durchlässigkeitswerte für Wasserdampf, Ozon und Sauerstoff sind außerordentlich gering. Sie können somit auch als Gasschläuche beziehungsweise Sauerstoffschläuche verwendet werden. Druckluftschläuche aus LDPE für die Medizin- und Pharmatechnik können im Temperaturbereich von -20 °C bis +80 °C verwendet werden und als zulässiger Arbeitsdruck gilt 15,6 bar bei +20 °C, das jedoch in Abhängigkeit von der jeweiligen Schlauchabmessung. Die Bruchdehnung entspricht ca. 450 %.

LLDPE

LLDPE steht für hochvernetztes, lineares Polyethylen niedriger Dichte. Trinkwasserschläuche aus diesem Material, beispielsweise für die Trinkwasseraufbereitung und Getränkeindustrie, bereichern ebenfalls unser Programm. Aufgrund ihrer Druckbelastbarkeit von 8 bar bei +20 °C über den gesamten Nennweitenbereich werden sie auch als Druckluftschläuche deklariert. Sie gelten als physiologisch unbedenklich, geschmacks- und geruchsneutral und nicht toxisch – es liegen Freigaben nach DVGW-Arbeitsblatt W 270, KTW, NSF und WRC vor. Die Schläuche – deren typische Einsatzgebiete die Haustechnik, Wasseraufbereitung, Trinkwasserversorgung, Biotechnologie und Lebensmittelindustrie sind – werden in folgenden Farbgebungen angeboten:

  • Natur
  • Blau
  • Rot
  • Schwarz

 

Trotz der ausgezeichneten Druckbeständigkeit ist ihre Flexibilität mit Biegeradien von 25 mm bis 64 mm außerordentlich gut. Die schlagfesten, schwingungsstabilen LLDPE-Schläuche sind in einem Temperaturbereich von -30 °C bis +65 °C belastbar und weisen, wie auch die Varianten aus LDPE, eine sehr niedrige Gaspermeabilität auf.

 

EPDM-Doppelmantel-Druckluft- und Bremsschläuche

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk gehört zur Gruppe der Elastomere. Es ist besonders hochwertig, elastisch und chemisch beständig gegenüber diversen Medien, wie Alkoholen, Estern, Ketonen, Säuren, Laugen und mineralischen Fetten und Ölen. Selbst Witterung, Heißwasser und Wasserdampf, UV-Strahlung und Ozon greifen den Kautschuk nicht an. Bremsschläuche beziehungsweise Druckluftschläuche aus EPDM sind sehr flexibel, dank des integrierten PVAA-Geflechts als Druckträger aber gleichsam druckbeständig mit einem Platzdruck von 50 bar bei +20 °C. Die Doppelmantelschläuche erfüllen die DIN 74310 und können bei Temperaturen von -40 °C bis +70 °C eingesetzt werden.

 

FEP-Chemieschläuche

Der Fluorkunststoff FEP (Fluorethylenpropylen) ist äußerst chemikalienresistent und mechanisch fest. Chemieschläuche aus diesem Material eignen sich daher hervorragend für die Drucklufttechnik. Sie sind für maximale Druckbelastungen von 8 bar bis 20 bar bei +20 °C, je nach Schlauchdimension, geeignet und können generell im Temperaturbereich von -170 °C bis +210 °C verwendet werden. Außerdem sind die Pressluftschläuche aus FEP physiologisch unbedenklich (FDA-konform, BfR-konform, Europäische Pharmacopoeia) und sterilisierbar (Autoklavierbar bei +121 °C oder mittels Heißluft bei +160 °C, Ethylenoxid sowie Gammastrahlen ebenfalls möglich). Die glatte, anti-adhäsive Innenoberfläche garantiert kleinste Strömungswiderstände und stellt außerdem sicher, dass sich keine Bakterien, Partikel oder andere Mikroorganismen ansiedeln. Als Shore-Härte D gilt 53° gemäß DIN 53505.

 

PA-Pneumatik- und Druckluftleitungen

Unter „Polyamiden“ versteht man eine Kunststoffgruppe linearer Polymere, die eine sich regelmäßig wiederholende Amidbindung entlang der Hauptkette gemeinsam haben. Am Markt sind zahlreiche Polyamide erhältlich, die auch technische Anwendung finden, etwa PA 11 (Nylon 11), PA 12 (Nylon 12), PA 6.6 (Nylon) oder PA 6 (Perlon®). So ist es kaum verwunderlich, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Druckschläuche aus Polyamiden zur Verfügung steht. Die Ausführungen im Überblick:

  • Chemieschläuche in den Varianten „Standard“, „Kalibriert“ und „High Flexible“
  • Hochdruckschläuche
  • Lumenschläuche
  • Schläuche für die Medizintechnik
  • Antistatikschläuche (elektrisch leitend)
  • Spiralschläuche (wahlweise mit und ohne Gewindeanschlüssen)
  • Pneumatikschläuche und Hydraulikschläuche
  • Makro-Druckluftschläuche

 

Welche Eigenschaften und Vorteile die verschiedenen Schlauchtypen im Einzelnen mit sich bringen und wo diese bevorzugt eingesetzt werden, erfahren Sie im Folgenden.

Chemieschläuche – Standard

Die PA-Druckluftschläuche in der „Standard“-Ausführung zeichnen sich durch höchste Verschleißfestigkeit und überragende Schlagzähigkeit aus. Sie sind weitestgehend gasdicht und für Arbeitstemperaturen von -40 °C bis +90 °C konfiguriert, wobei sie ebenfalls mit +136 °C dampfsterilisierbar sind. Außerdem ist die Sterilisation mittels Ethylenoxid und Gammastrahlen möglich. Die Schläuche sind für maximale Arbeitsdrücke von 15 bar bis 60 bar bei +20 °C in Abhängigkeit zur jeweiligen Schlauchdimension einsetzbar.

Kalibrierte Druckluftschläuche

Die Chemieschläuche in der Ausführung „Kalibriert“ sind für die Drucklufttechnik bestens geeignet und finden so Verwendung als pneumatische wie auch hydraulische Steuerleitungen, die mittels Steckverbindern angeschlossen werden können. Die Shore-Härte D beträgt 68° gemäß DIN 53505 und die Arbeitstemperatur ist mit dem Bereich von -40 °C bis +100 °C anzugeben. Die flexiblen Druckschläuche können – je nach Schlauchdimension – mit bis zu 25 bar bei +20 °C beaufschlagt werden.

Hochflexible Ausführung

Hochflexible Pneumatikschläuche aus Polyamid kommen im Apparatebau, in der Medizintechnik und in der chemischen Verfahrenstechnik zum Einsatz. Die witterungs- und heißluftbeständigen PA-Schläuche zeichnen sich durch größte Elastizität (selbst bei niedrigen Temperaturen) und ihr gutes elastisches Verhalten aus – und das bei gleichzeitig hoher mechanischer Festigkeit. So liegt der Biegeradius der superflexiblen Druckschläuche bei 20 mm bis 55 mm, je nach Schlauchtype. Diese Eigenschaften ermöglichen, dass der Druckluftschlauch in Schleppketten verwendet werden kann. Als Shore-Härte D sind 55° und als Arbeitstemperaturbereich -50 °C bis +60 °C anzugeben.

Makro-Druckluftschläuche

Die Industrie- und Makroschläuche sind mit Nennweiten von 12 mm bis 23 mm für den großtechnischen Bereich konzipiert. Trotz der hohen Druckbeständigkeit von bis zu 17 bar bei +20 °C liegen die Biegeradien nur bei 90 mm bis 190 mm. Die Schlagzähigkeit, Gasdichtigkeit, mechanische Festigkeit und Verschleißfestigkeit sind bemerkenswert gut. Die Shore-Härte D liegt bei 61° (DIN 53505) und die thermische Beständigkeit ist im Bereich von -50 °C bis +100 °C gegeben.

Antistatikschläuche – elektrisch leitend

PA-Chemieschläuche – elektrisch leitend und außentoleriert – kommen in explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“) als Druck- und Vakuumschläuche zum Einsatz. Die elektrische Leitfähigkeit mit einem Oberflächenwiderstand von <106 Ohm wird durch die Graphitfüllung des Sondercompounds sichergestellt. Die schwarzen, ableitfähigen Druckluftschläuche können für hohe Maximaldrücke von bis zu 45 bar bei +20 °C belastet werden, je nach Schlauchdurchmesser. Nennweitenabhängig sind ebenfalls die Biegeradien, die von 20 mm bis 90 mm reichen. Die Temperaturbeständigkeit der abriebfesten und verschleißfesten Druckschläuche liegt bei -40 °C bis +90 °C.

Hochdruckschläuche

Für besonders anspruchsvolle Druckluftanwendungen stehen PA-Hochdruckschläuche mit maximalen Arbeitsdrücken von 100 bar bis 136 bar (+20 °C) zur Verfügung. Die extrem harten Hydraulikschläuche (Shore-Härte D 96°) kommen in Zentralschmiersystemen und der Niederdruckhydraulik zum Einsatz. Sie stehen in den Nennweiten 1,5 mm sowie 3,0 mm zur Verfügung und können im Temperaturbereich von +0 °C bis +100 °C verwendet werden.

Lumen-Schläuche

Lumenschläuche aus Polyamid werden sowohl doppellumig (Lumenfarben: Blau und Schwarz) als auch dreilumig (Lumenfarben: Blau, Schwarz und Natur/Gelb) angeboten. Sie finden beispielsweise in der Chemietechnik und in der Prozesstechnik Anwendung, werden aber auch für die Drucklufttechnik herangezogen. Beide Varianten sind von -50 °C bis +120 °C (kurzzeitig bis +150 °C) thermisch beständig und für Arbeitsdrücke von 14 bar bis 35 bar (+20 °C) geeignet, je nach Schlauchabmessung. Hervorzuheben sind – neben der Dampfsterilisierbarkeit bei +136 °C – auch ihre hohe Verschleißfestigkeit und Schlagzähigkeit sowie die niedrige Gaspermeabilität. Die Sterilisation ist nicht nur mittels Dampf, sondern auch durch Behandlung mit Gas (Ethylenoxid) oder Gammastrahlen möglich.

Spiralschläuche ohne Anschluss-Stücke

Spiralschläuche aus Polyamid gelten als Druckluftschläuche für einen maximalen Luftdruck von 15 bar bei +20 °C. Durch den spiralisierten Schlauchaufbau sind sie sehr dehnbar und flexibel und das bei bester Formstabilität und mechanischer Festigkeit der Leitung. Aufgrund dessen kommen sie zur Förderung von Flüssigkeiten, Gasen und Druckluft an sich bewegenden oder vibrierenden Anlagensystemen und Apparaturen zum Einsatz. Die Spiralschläuche lassen sich reversibel und einfach dehnen beziehungsweise auseinanderziehen – die Schläuche sind somit bestens für Anwendungen geeignet, die eine hohe Mobilität erfordern (Arbeitslänge 2,5 m bis 22,5 m). Die chemische Beständigkeit ist unter anderem gegenüber Ölen und Kraftstoffen gegeben, beispielsweise als Rückstände in der Druckluft, und als Temperaturbereich gilt -40 °C bis 90 °C. Die eng gewundenen, permanent-spiraligen Polyamid-Schläuche bleiben selbst bei wiederholtem Auseinanderziehen absolut mechanisch stabil und abrasionsfest.

Spiralschläuche mit Gewindeanschlüssen

Die Spiralschlauchausführung mit drehbaren Gewindeanschlüssen (mit Knickschutz und konischem R 1/4“ Außengewinde) ist äquivalent aufgebaut und findet ebenfalls Anwendung als Hydraulik-, Pneumatik- und Druckluftleitung an Robotersystemen, automatisierten Dosiersystemen und anderen sich bewegenden oder vibrierenden Industrieanlagen. Die Druckbelastbarkeit liegt für den gesamten Nennweitenbereich bei 20 bar bei +20 °C und die Temperaturbeständigkeit bei -20 °C bis +80 °C. Neben Druckluft lassen sich mit den Druckluftschläuchen auch andere gasförmige und flüssige Medien, die in der Hydraulik und Drucklufttechnik benötigt werden, transportieren. Die Spiralschläuche stehen in den Farben Blau sowie Orange mit Arbeitslängen bis 6,0 m zur Verfügung und besitzen eine Shore-Härte D von 60°.

Medizintechnikschläuche

PA-Pneumatikschläuche für die Medizintechnik sowie für die Krankenhaustechnik, Steriltechnik und Pharmaindustrie sind ebenfalls Teil unseres umfangreichen Schlauchsortiments. Der Druckbereich dieser Spezialschläuche liegt bei 6,1 bar bis 20,3 bar (+20 °C, variiert je nach Schlauchabmessung). Die bei +121 °C autoklavierbaren Medizinschläuche können dauerhaft im Bereich von -40 °C bis +80 °C thermisch belastet werden. Hervorzuheben sind außerdem die gute mechanische Festigkeit, Verschleißfestigkeit und Schlagzähigkeit. Die Sterilisation ist – neben dem bereits erwähnten Autoklavieren – auch mittels Ethylenoxid und Gammastrahlen möglich. Die Medizintechnikschläuche stehen in den Ausführungen „flexibel“ und „halbstarr“ zur Verfügung.

Pneumatik-Hydraulik-Rohrleitungen

Rohrleitungen aus Polyamid für die Drucklufttechnik, Hydraulik und Pneumatik werden für pneumatische wie auch hydraulische Steuerungsprozesse eingesetzt, und das im Druckbereich von 7 bar bis 15 bar (bei +20 °C) in Abhängigkeit zur jeweiligen Schlauchdimension. Es kann aus folgenden Farbgebungen gewählt werden:

  • Schwarz
  • Rot
  • Blau
  • Gelb

 

Durch die Farbcodierung wird eine Verwechslung unterschiedlicher Schlauchleitungen im Betrieb ausgeschlossen. Die außenkalibrierten Druckluftschläuche (niedrige Toleranz im Außendurchmesser) sind mechanisch stabil und schlagfest, jedoch gleichzeitig elastisch und flexibel mit Biegeradien von 10 mm bis 120 mm. Als zulässiger Temperaturbereich gilt -70 °C bis + 70 °C.

 

PUR-Hydraulik- und Druckluftschläuche

PUR-Schläuche sind elastisch und flexibel – bei gleichzeitig gegebener mechanischer Stabilität und Druckbeständigkeit. Sie eignen sich somit ideal als Druckluftschläuche, Hydraulikschläuche und Pneumatikschläuche. Die wichtigsten Schlauchvertreter dieser Elastomergruppe werden im Folgenden detailliert erläutert.

Antista-Spiralschläuche

Die antistatischen, spiralisierten Druckluftschläuche sind elektrisch ableitend und eignen sich für den Maschinenbau, die Mess- und Regelungstechnik, die Drucklufttechnik, Hydraulik, Pneumatik und die Chemietechnik. Die Schläuche sind antistatisch ausgerüstet mit einem Oberflächenwiderstand <106 Ohm. Die Shore-Härte A liegt bei 98° gemäß DIN 53505 und der Temperaturbereich umfasst -20 °C bis +85 °C. Für alle Schlauchabmessungen gilt der maximale Arbeitsdruck von 10 bar bei +20 °C. Die Spiralschläuche mit hoher Rückstellkraft gelten als knickfest sowie elastisch und sind zudem reißfest, ozonbeständig, witterungsbeständig wie auch alterungsbeständig. Die chemische Beständigkeit ist unter anderem gegenüber UV-Strahlung, Kraftstoffen, Dieselöl und Kerosin gegeben.

PUR-Chemieschläuche

Standard-Schlauchsysteme aus Polyurethan gelten als Chemieschläuche und flexible Druckluft-Versorgungsschläuche an Druckluftwerkzeugen und Montagebändern. Die Druckluftschläuche kommen in der Automobilindustrie, der Mess- und Regelungstechnik sowie im Apparatebau und in der Chemietechnik zum Einsatz. Sie sind von höchster Flexibilität und Elastizität und beweisen sich gleichzeitig durch eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit und Reißfestigkeit. Auch die Druckbeständigkeit ist mit maximal 10 bar bei +20 °C positiv zu erwähnen. Es stehen Schlauchausführungen in den Farben Blau, Rot und Gelb zur Verfügung. Die Shore-Härte A liegt gemäß DIN 53505 bei 95°, wobei die thermische Widerstandsfähigkeit im Bereich von -20 °C bis +85 °C gegeben ist.

Spiral-Funkenschutzschläuche

Spiralisierte Funkenschutzschläuche – wahlweise mit und ohne drehbare Verschraubungen – sind ebenfalls Teil unseres umfangreichen Schlauchprogramms. Die Spiralschläuche erfüllen die Brandklasse UL 94 V-0 und können von -20 °C bis +100 °C thermisch belastet werden. Sie gelten als extrem flammwidrig, schleppkettentauglich und druckbeständig, mit einem zulässigen Arbeitsdruck von 15 bar (+20 °C) über den gesamten Nennweitenbereich. Ferner sind sie chemisch widerstandsfähig gegenüber Benzin, Cyclohexan, Dieselöl, Isooctan, Kerosin und anderen Kraftstoffen.

Lebensmittelschläuche

Auch in der Getränke- und Lebensmittelindustrie werden Druckluftschläuche benötigt. Entsprechende Varianten aus Polyurethan sind BfR- sowie FDA-konform. Ihre Flexibilität, Reißfestigkeit und Knicksicherheit sind als überdurchschnittlich zu bewerten, und das bei einer Shore-Härte D von 52° und Druckbeständigkeit von 11 bar bis 14 bar bei +20 °C (durchmesserabhängig). Als zulässige Arbeitstemperatur der physiologisch unbedenklichen Nahrungsmittelschläuche sind -25 °C bis +60 °C anzugeben.

Lumenschläuche

PUR-Lumenschläuche werden in drei Ausführungen angeboten: Mit zwei Lumen (Schwarz und Blau), drei Lumen (Schwarz, Blau und Gelb) sowie mit vier Lumen (Schwarz, Blau, Grün und Gelb). Sie werden als Druckluftschläuche in der Labortechnik und Prozesstechnik verwendet und zeichnen sich durch ihre hohe mechanische Festigkeit sowie Reißfestigkeit aus. Die Shore-Härte A ist mit 98° anzugeben, wobei als Arbeitstemperaturbereich -40 °C bis +80 °C gilt. Temperaturspitzen bis +120 °C sind jedoch auch möglich. Die dimensionsabhängige Druckbeständigkeit liegt bei 8 bar bis 18 bar bei +20 °C. Hervorzuheben sind außerdem die absolute Knickfestigkeit und mechanische Stabilität, selbst bei sehr niedrigen Temperaturen bis -40 °C.

Pressluftschläuche

Druckluft- und Pressluftschläuche aus Polyurethan werden vornehmlich für pneumatische Werkzeuge und Maschinen gebraucht. Ebenso werden sie in der Betriebstechnik, der Hydraulik, der Pneumatik, der Drucklufttechnik und der Prozesstechnik verwendet. Als maximaler Betriebsdruck gilt 20 bar und als Platzdruck 60 bar (+20 °C), wobei der Temperaturbereich mit -20 °C bis +60 °C definiert wird. Die Druckfestigkeit und Verschleißfestigkeit der flexiblen Pressluftschläuche ist hervorragend. Sie stehen in Nennweiten von 6 mm bis 13 mm zur Verfügung und können bereits ab einer Länge von 5 Meter geordert werden.

Chemie-Sicherheitsschläuche

Sicherheits-Chemieschläuche kommen als Steuerungsschläuche und Druckluftschläuche für pneumatische sowie hydraulische Anwendungen zum Einsatz. Ihre Druckbelastbarkeit liegt dimensionsabhängig zwischen 9 bar und 12 bar bei +20 °C, wobei ihre Shore-Härte D mit 52° gemäß DIN 53505 anzugeben ist. Als Arbeitstemperatur kann der Bereich von -35 °C bis +60 °C genannt werden. Die Sicherheitsschläuche eignen sich nicht nur für Druckluft, sondern können auch zur Förderung von Kühlmitteln, Hydraulikölen und Hydraulikflüssigkeiten herangezogen werden. Ferner ist ihre chemische Beständigkeit gegenüber diversen Kraftstoffen (Benzin, Dieselöl, Cyclohexan) gegeben. Die Schläuche sind knickfest und elastisch, zudem beständig gegenüber UV-Strahlen und Ozon.

Außentolerierte Spiralschläuche

Die für den Niederdruckbereich konzipierten und spiralisierten Druckluft- und Hydraulikschläuche sind für einen Luftdruck von bis zu 10 bar bei +20 °C konfiguriert, wobei ihre Arbeitstemperatur mit -20 °C bis +60 °C festgeschrieben ist. Positiv zu vermerken sind ihre Kälteflexibilität, Knickbeständigkeit, hohe Rückstellkraft und ausgezeichnete Elastizität mit Arbeitslängen von bis zu 8 m.

Chemie-Industrieschläuche

Polyurethan-Industrieschläuche in der Ausführung „High-Flexible“ sind für die Drucklufttechnik sowie den Maschinenbau als Schutz-, Förder- und (Druck-)Luftschläuche konzipiert. Ferner kommen sie in der Niederdruckpneumatik sowie bei Vakuumanwendungen zum Einsatz. Wie der Name der Schlauchausführung bereits preisgibt, sind die Schläuche sehr flexibel und elastisch, trotz der hohen mechanischen Festigkeit und der dimensionsabhängigen Druckbeständigkeit bis 23 bar bei +20 °C. Als Arbeitstemperaturbereich gilt -40 °C bis +85 °C (kurzzeitig +120 °C), wobei die Kälteflexibilität selbst bei sehr niedrigen Temperaturen bis -40 °C gegeben ist. Kleinste Biegeradien erleichtern zusätzlich die Handhabung des Druckluftschlauchs, dessen Shore-Härte A gemäß DIN 53505 mit 70° anzugeben ist.

Farbcodierte Spiralschläuche mit Anschlüssen

In unserem Sortiment finden Sie nicht nur farbcodierte Ausführungen (Rot, Blau und Gelb) sondern auch solche, die bereits mit drehbaren Stecknippeln, Schnellkupplungen oder Verschraubungen vorkonfektioniert sind. Selbstverständlich stehen die Druckluftschläuche auch ohne Anschlüsse zur Verfügung und können selbst konfektioniert werden beziehungsweise an vorliegende Schlauchsysteme angeschlossen werden. Hier die wichtigsten Eckdaten der spiralisierten Luftschläuche auf einen Blick:

  • Arbeitslänge bis 8 m
  • Temperaturbereich: -20 °C bis +60 °C
  • Max. Betriebsdruck: 10 bar bei +20 °C
  • Nennweiten von 4,0 mm bis 13,0 mm
  • Shore-Härte A: 98°

 

Die Elastizität, Knicksicherheit und Rückstellkraft sind hervorragend, selbst bei wiederholter Bewegung und bei niedrigen Temperaturen. Ferner ist ihre chemische Beständigkeit gegenüber aliphatischen Kohlenwasserstoffen (Benzin, Dieselkraftstoff, Kerosinkraftstoff), Ozonbeständigkeit, Witterungsbeständigkeit wie auch Alterungsbeständigkeit positiv zu erwähnen.

 

TPE-E-Chemie- und Druckluftschläuche

Hinter der Bezeichnung TPE-E verbirgt sich ein thermoplastisches Polyether-Ester-Elastomer. Die chemischen und technischen Eigenschaften sind mit denen von Polyurethan vergleichbar. So ist die Elastizität, mechanische Festigkeit, Abriebfestigkeit und Verschleißfestigkeit besonders gut und die chemische Beständigkeit gegenüber aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen bei moderaten Temperaturen gegeben. Der TPE-E-Druckluftschlauch kann in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +120 °C belastet werden, es sind jedoch Temperaturspitzen bis +160 °C möglich. Die Shore-Härte D ist mit 63° anzugeben und die realisierbaren Mindestbiegeradien sind mit 20 mm bis 80 mm, in Abhängigkeit von der jeweiligen Nennweite, sehr gut. Der Chemieschlauch gilt somit als biegsam, chemisch beständig und gleichzeitig mechanisch fest.

 

PVC-Druckluftschläuche

PVC-Schläuche werden in vielen verschiedenen Formen und Ausführungen angeboten, etwa als Analytikschläuche, Laborschläuche, Lebensmittelschläuche und Dieselschläuche. Für die Drucklufttechnik sind zwei unserer Schlauchausführungen von besonderer Bedeutung.

Die blauen PVC-Druckschläuche sind besonders dünnwandig, trotz der hohen Druckbelastbarkeit von bis zu 40 bar bei +20 °C beziehungsweise 21 bar bei +60 °C. Die hohe Druckbeständigkeit bei gleichzeitig geringer Wandstärke wird durch eine Synthesefaden-Gewebeeinlage realisiert. Dadurch kann der Schlauch als hochflexibler und biegsamer Luft- und Hydraulikschlauch für Kühlleitungen, Hydraulikleitungen und Druckluftleitungen eingesetzt werden. Seine Temperaturbeständigkeit ist im Arbeitsbereich von -20 °C bis +60 °C gegeben und die Shore-Härte A des Schlauchwerkstoffs beträgt 86° gemäß DIN 53505. Hervorzuheben ist außerdem, dass der Druckschlauch absolut Silikon- und LABS-frei ist, was in vielen Industriebereichen, wie beispielsweise der Automobilindustrie, gefordert wird.

Die braunen PVC-Pressluftschläuche gelten ebenso als Druckluftschläuche für die Prozesstechnik und Betriebstechnik sowie die Pneumatik und Hydraulik. Sie sind überaus robust und flexibel bei gleichzeitig ausgeprägter Druckfestigkeit (20 bar bei +20 °C für alle Schlauchabmessungen). Der Pressluftschlauch ist thermisch von -20 °C bis +60 °C beanspruchbar und steht im Nennweitenbereich von 6,0 mm bis 25,0 mm zur Verfügung.

 

FPM-Doppelmantelschläuche

FPM- beziehungsweise FKM-Doppelmantelschläuche kommen in der chemischen Verfahrenstechnik, der Pharmaindustrie, Petrochemie und der Mineralölindustrie zum Einsatz. Die Chemikalienbeständigkeit, Wärmebeständigkeit sowie Ozon-, Sauerstoff-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit der Innenseele aus Fluorkautschuk ist ausgesprochen gut. Der zusätzliche Außenmantel aus Chloroprenkautschuk sowie die Einlage aus Polyestergewebe mit zwei Kupfer-Litzen sorgen für die nötige Druckbeständigkeit von 10 bar bei   +20 °C (für alle Schlauchdimensionen). Trotz des komplexen und mehrschichtigen Schlauchaufbaus bleibt der Druckluftschlauch mit Biegeradien von 100 mm bis 240 mm biegsam. Als Temperaturbereich sind -20 °C bis +120 °C anzugeben.

 

NBR-Niederdruckschläuche

Niederdruckschläuche aus Nitrilkautschuk gelten als Hydraulikschläuche, Pneumatikschläuche und Druckluftschläuche. Aufgrund des doppelschichtigen Schlauchaufbaus werden sie auch als Doppelmantelschläuche definiert – die Innenseele besteht aus NBR und als Außenmantel dient ein verzinktes Stahldrahtgeflecht. Letzteres dient hierbei als Druckträger und sichert den Arbeitsdruck von maximal 20 bar bei +20 °C, in Abhängigkeit zur Schlauchdimension. Als Temperaturbereich der metall-umflochtenen Niederdruckschläuche, die in der Drucklufttechnik zum Einsatz kommen, gilt -30 °C bis 90 °C. Die chemische Beständigkeit ist gegenüber Mineralölprodukten, aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Glykolen, Schmiermitteln, pflanzlichen und tierischen Ölen, Silikonen, verdünnten Säuren und Basen sowie Druckluft gegeben. Der Schlauch gilt somit als kraftstoffbeständiger Hydraulik- und Chemieschlauch nach DIN 73379.

 

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Sie haben technische Fragen zu den Schlauchwerkstoffen? Sie sind sich bei der Auswahl eines für Ihren Einsatz geeigneten Schlauchs unsicher? Dann zögern Sie nicht und rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Unsere Experten auf dem Gebiet der Kunststoff- und Elastomertechnik beraten Sie gerne. Weitere Informationen erhalten Sie auch in unserem umfangreichen Kunststoff-Glossar sowie unserer chemischen Beständigkeitsliste.