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Antistatikschläuche

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NBR-Farbspritzschlauch NBR-Farbspritzschlauch
PTFE-Antista-Wellrohr PTFE-Antista-Wellrohr
PUR-Folienschlauch PUR-Folienschlauch
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Antistatische Schläuche für die Labor- und Chemietechnik

Antistatische Schläuche nehmen im Programm von Reichelt Chemietechnik eine wichtige Stellung ein. Sie sind elektrisch ableitend und werden dementsprechend dort gebraucht, wo Reibungselektrizität entstehen kann oder mit elektrischem Strom gearbeitet wird. Antistatische Schlauchsysteme finden ihre Anwendung in der Betriebs- und Industrietechnik, der Chemietechnik, Pharmatechnik, Prozesstechnik, Verfahrenstechnik und Lebensmitteltechnik.

Leitende Antistatikschläuche gelten als Sicherheitsschläuche. Bei der Förderung fester und flüssiger Medien sind sie besonders in Ex-Schutz Bereichen, wenn beispielsweise in explosionsfähigen Atmosphären gearbeitet wird, unabdingbar. Der Maßstab für elektrisch leitfähige Schläuche ist der Ableitwiderstand, der in der Regel mit <106 Ohm ausgewiesen wird.

Warum sind elektrisch leitfähige Förderschläuche notwendig?

Elektrostatische Entladung

Um die Notwendigkeit von Antistatikschläuchen zu erklären, ist es zunächst wichtig, auf die elektrostatische Entladung einzugehen. Zahlreiche Phänomene unseres täglichen Lebens sind auf die Elektrostatik zurückzuführen, etwa der gelegentliche „Stromschlag“ beim Anfassen einer Türklinke oder das Anhaften von dünnen Verpackungsfolien an der Haut. Was in den seltensten Alltagssituationen kritische Ausmaße annimmt, kann im Labor und Industriebereich fatale Folgen haben, von der Schädigung empfindlicher elektrischer Komponenten bis hin zum Brand- oder Explosionsfall. Unter solchen Bedingungen sollten auf jeden Fall geeignete Antistatikschläuche und ableitfähige Verbinder genutzt werden.

Leitende Rohr- und Schlauchleitungen sind notwendig, da Reibungselektrizität an allen Grenzflächen zwischen festen und/oder flüssigen Phasen entstehen kann – also auch bei der Förderung fester oder flüssiger Medien durch aufladbare Leitungssysteme. Verantwortlich für die elektrostatische Aufladung sind die Eigenreibung innerhalb des Mediums und dessen Reibung an der Schlauchinnenseele.

Antistatische Schläuche in Ex-Schutz Bereichen

Ableitfähige Förderschläuche sind besonders in „Ex-Schutz“ Bereichen (Explosionsschutz) ein Muss. In solchen Bereichen muss die Funkenbildung unbedingt ausgeschlossen werden, um die Entzündung explosionsfähiger Atmosphären oder Schädigung empfindlicher Bauteile zu vermeiden. Da die elektrostatische Entladung zu den 13 möglichen Zündquellen zählt, die explosionsfähige Dämpfe, Nebel, Stäube oder andere Gasgemische entzünden können, ist es unabdingbar, dieser vorzubeugen. Zu ihrer Vermeidung, Beurteilung sowie über empfohlene Schutzmaßnahmen gibt es eine Reihe von Richtlinien und Vorschriften. („ATEX-Richtlinie“)

Schutzmaßnahmen in der Schlauchtechnik

Die beste Schutzmaßnahme, um Funkenbildung bei der Förderung fester oder flüssiger Medien zu vermeiden, ist und bleibt, Reibungselektrizität durch die richtige Schlauchwahl gar nicht erst entstehen zu lassen. Durch Antistatikschläuche kann generierte elektrostatische Aufladung direkt abgeleitet werden und häuft sich nicht erst an. Voraussetzung dafür ist natürlich die korrekte Erdung des Schlauchmaterials und die Verwendung passender, antistatischer Schlauchverbinder, denn ableitfähige Schlauchwerkstoffe allein sind nicht ausreichend.

Antistatikschläuche: Werkstoffe und Ausführungen

Für jede Anwendung das passende Modell

Antistatische Schläuche führen wir in umfangreicher Auswahl im Sortiment. Unsere Produkte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Werkstoffe und somit ihrer Eigenschaften und werden nach Anwendungsbereichen kategorisiert. Ihnen allen gemein ist der geringe elektrische Ableitwiderstand, der Maßstab für ableitfähige Schlauchausführungen, welcher in der Regel mit <106 Ohm ausgewiesen wird.

Antistatische Saug- und Druckschläuche

Antistatische Saug- und Druckschläuche, die der Chemietechnik und Prozesstechnik vorbehalten sind, zeichnen sich durch eine sehr dicke Wandung aus. Sie werden zusätzlich mit Gewebeeinlagen oder Edelstahl-Spiralen verstärkt, wodurch sich ausgezeichnete Werte für die Druck- und Vakuumbelastbarkeit ergeben.

BfR- und FDA-konforme Schlauchsysteme

Antistatische Modelle, die gleichzeitig FDA-konform bzw. BfR-konform sind und somit der Europäischen Pharmacopoeia entsprechen, sind vorwiegend mit einer Innenseele aus PTFE ausgestattet und genügen gleichzeitig den KTW-Richtlinien. Sie gelten daher auch als Lebensmittelschläuche und Trinkwasserschläuche.

Zapfstellenschläuche und Tankwagenschläuche

Eine Sondergruppe stellen die Zapfstellenschläuche bzw. Tankwagenschläuche dar, die zur Förderung von Mineralölprodukten dienen (bis zu einem Aromatenanteil von 60 %) und als Entnahmeschläuche für Zapfanlagen verwendet werden können. Das bedeutet, dass antistatische Schläuche dieser Kategorie für die Kraftstoffe Biodiesel und E10 geeignet sind.

Übersicht aller antistatischen Schlauchausführungen

Im Einzelnen führen wir Antistatikschläuche für folgende Anwendungen:

Werkstoffe für antistatische Schläuche

Im Einzelnen führen wir Antistatikschläuche aus folgenden Materialien:

  • NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, Perbunan®)
  • EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)
  • PUR (Polyurethan, Vulkollan®)
  • PVC (Polyvinylchlorid, THOMAVINYL)
  • Silikon (VMQ, Silikonkautschuk, THOMASIL)
  • FEP (Fluorethylenpropylen, Hostaflon®)
  • PTFE (Polytetrafluorethylen, THOMAFLON)
  • PFA (Perfluoralkoxy)
  • PE (Polyethylen)
  • PA (Polyamide)

Im Folgenden werden die technischen Eigenschaften der unterschiedlichen Schlauchwerkstoffe für elektrisch leitfähige Schläuche erläutert.

NBR-Antistatikschläuche

Das Elastomer NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, Perbunan®) kommt in seinen technischen Eigenschaften denen des Natur-Kautschuks sehr nahe; es ist flexibel, weich und gummiartig, zudem beständig gegenüber Mineralölen und Kraftstoffen. In verstärkter Ausführung kommt NBR als Innenseele für Saug- und Druckschläuche, Zapfstellenschläuche, Tankwagenschläuche sowie für Öl- und Kraftstoffschläuche zum Einsatz. Die mechanische Stabilität dieser Antistatikschläuche wird durch ein zusätzliches Gewebe, einen Außenmantel oder einer integrierten Stahldrahtspirale gesichert. Der Ableitwiderstand beträgt für alle leitfähigen NBR-Schlauchtypen <106 Ohm.

Das Sortiment der NBR-Antista-Schläuche präsentiert RCT wie folgt:

NBR-Antista-Tankwagen- und Chemieschläuche – ausgerüstet mit leitfähigem Außenmantel und integrierter Stahldrahtspirale – sind elektrisch leitende Druckschläuche, die als Tankstellenschläuche sowie als Tankwagenschläuche genutzt werden. Auch als Vakuumschläuche und Saugschläuche zeichnen sie sich aus. Ihre Beständigkeit gegenüber Ölen und Treibstoffen ist sehr gut, als Temperaturbereich gilt -50 °C bis +70 °C bei einem max. Betriebsdruck von 10 bar bei +20 °C.

NBR-Öl- und Benzin-Druckschläuche (antistatisch) kommen in der Mineralölindustrie, in der Prozesstechnik sowie im Maschinenbau und Motorbau zum Einsatz. Auch diese Antistatikschläuche sind gegenüber Mineralölprodukten mit einer maximalen Aromatenkonzentration von bis zu 50 % bestens beständig. Die Abriebfestigkeit und mechanische Stabilität ist dank integriertem Textilgewebe als Druckträger und zusätzlicher äußeren Elastomerschicht (NBR/SBR-Compound) gesichert. Als Arbeitstemperatur können -40 °C bis +80 °C angenommen werden und als Betriebsdruck gilt max. 25 bar bei +20 °C. Sie gelten als ozonbeständig, witterungsbeständig und alterungsbeständig.

NBR-Saug- und Druck-Öl- und Benzinschläuche - antistatisch - werden bevorzugt in Mineralölbetrieben, der Prozesstechnik und Chemietechnik als antistatische Förderschläuche eingesetzt. Es handelt sich um Druck- und Saugschläuche mit sehr hoher Flexibilität und damit engsten Biegeradien. Der ausgeklügelte Schlauchaufbau – bestehend aus einer Nitril-Kautschuk (NBR) Innenseele, einem Chloropren (CR) Außenmantel und einer eingebetteten Stahlspirale – gewährleistet einen Maximaldruck von 10 bar sowie eine Vakuumfestigkeit von 0,8 bar bei +20 °C. Als Arbeitstemperatur der witterungs- und ozonbeständigen Antistatikschläuche gilt der Bereich von -20 °C bis +85 °C, kurzzeitig auch bis +110 °C.

NBR-Zapfstellenschläuche - antistatisch - sind Tankstellenschläuche gemäß DIN EN 1360 - 2005, die aber auch in der Mineralölindustrie und in der Öl- sowie Erdölverarbeitung eingesetzt werden. Sie gelten als elektrisch ableitende Druckschläuche mit sehr guten antistatischen Eigenschaften und werden vornehmlich zur Förderung von Mineralölprodukten und Kraftstoffen (Diesel, Biodiesel, Benzin, E10 und weitere) verwendet. Die Bezeichnungen „Biodieselschläuche“ und „Benzinschläuche“ sind daher naheliegend. Auch bei dieser elektrisch leitfähigen Ausführung ist ein dreiteiliger Schlauchaufbau zu vermerken: Innenseele aus NBR, Außenmantel aus CR und ein Textilgewebe mit Kupferlitzenverdrillung als ableitfähiger Druckträger. Als Temperaturbereich dieser Antistatikschläuche wird -25 °C bis +55 °C definiert, wobei der max. Betriebsdruck 16 bar bei +20 °C (gemäß DIN EN 1360) beträgt.

EPDM: Elektrisch leitfähige Doppelmantelschläuche

Das Elastomer EPDM – ein sehr flexibler, gummiartiger Kunststoff – wird, neben zahlreichen anderen Schlauchausführungen, auch zur Herstellung von Antistatikschläuchen verwendet. Diese ableitenden Saug-, Druck- und Chemieschläuche mit einem Ableitwiderstand <106 Ohm gelten als äußerst robuste und gleichzeitig flexible Förderschläuche. Sie sind zudem alterungsbeständig, witterungsbeständig sowie kälte- und wärmebeständig. Die chemische Beständigkeit, unter anderem gegenüber Säuren, Laugen, Heißwasser, Frostschutzmitteln, polaren Lösungsmitteln und Alkoholen, ist sehr gut.

Das Sortiment der antistatischen EPDM-Schläuche stellt sich wie folgt dar:

EPDM-Antista-Chemie-Druckschläuche sind elektrisch leitende, flexible und gleichsam robuste Gummischläuche, gefertigt in antistatischer Qualität. Sie sind witterungsbeständig, alterungsbeständig und ozonbeständig, wie auch wärmebeständig, heißwasserbeständig und kältebeständig (Arbeitstemperatur: -35 °C bis +95 °C, kurzfristig bis +120 °C). Die Shore-Härte A der Antistatikschläuche ist gemäß DIN 53505 mit 70° anzugeben. Als Druckträger dient ein Polyestergeflecht mit zwei Kupferlitzen (gekreuzt), wodurch ein maximaler Arbeitsdruck von 16 bar bei +20 °C für alle Schlauchdimensionen gesichert wird. Die Gummischläuche sind nach DIN EN 12115 mit dem Ableitwiderstand gekennzeichnet.

Die Ausführung EPDM-Antista-Chemie-Saug- und Druckschlauch ist im Unterschied zur antistatischen Druckschlauch-Ausführung zusätzlich mit einer Stahldrahtspirale ausgestattet. Dadurch wird, neben der Druckfestigkeit von ebenfalls 16 bar, auch eine Vakuumfestigkeit von 100 mbar bei +20 °C erreicht. Die technischen Eigenschaften der elektrisch leitfähigen Druck- und Saugschläuche sind ansonsten nahezu identisch; auch ihre elektrische Leitfähigkeit wird nach DIN EN 12115 gekennzeichnet und es gilt der Temperaturbereich von -40 °C bis +95 °C (kurzzeitig +120 °C).

PUR: Antistatische Pneumatik-, Chemie- und Spiralschläuche

Antistatische Polyurethan-Chemieschläuche stellt RCT als Laborschläuche, Spiralschläuche, Pneumatikschläuche und Folienschläuche vor. Das gesamte Sortiment der PUR-Antistatikschläuche ist witterungsbeständig, UV-beständig, alterungsbeständig, ozonbeständig und weist eine gute chemische Resistenz gegenüber Benzin, Cyclohexan, Dieselöl, Isooctan, Kerosin sowie anderen Ölen und Treibstoffen auf.

PUR-Antista-Spiral-Chemieschläuche ohne Verschraubungen werden für hydraulische und pneumatische Leitungen eingesetzt, beispielsweise im Motorenbau, Maschinenbau sowie der Mess- und Regelungstechnik. Auch in der Vakuumtechnik finden die antistatisch ausgerüsteten Spiralschläuche mit einem Spiral-Ø von 36 mm bis 65 mm Einsatz. Die leitfähige Schlauchqualität mit einem Ableitwiderstand von <106 Ohm verhindert dabei statische Aufladungen und erlaubt den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen gemäß ATEX-Richtlinie 94/9/EG. Die antistatischen Spiralschläuche zeichnen sich zudem durch eine hohe Knickfestigkeit und Rückstellkraft aus. Als Arbeitstemperatur gilt -20 °C bis +85 °C und als Arbeitsdruck max. 10 bar bei +20 °C.

PUR-Chemie- und Pneumatikschläuche - leitfähig – werden für Pneumatik- und Hydraulikleitungen eingesetzt, aber auch als Förderschläuche für Chemikalien in explosionsgeschützten Bereichen (ATEX-Richtlinie 94/9/EG). Die schwarzen PUR-Antistatikschläuche (Ableitwiderstand <106 Ohm) sind außen-kalibriert und somit für die Verbindung mit Steckanschlüssen geeignet. Die Shore-Härte A ist mit 98° gemäß DIN 53505 und die Arbeitstemperatur mit -30 °C bis +80 °C zu nennen, der Betriebsdruck hingegen mit maximal 10 bar bei +20 °C. Diese elektrisch leitfähige Antista-Ausführung zeichnet sich durch eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit, Knicksicherheit, Reißfestigkeit und Rückstellkraft aus.

PUR-Chemieschläuche – antistatisch, kalibriert – werden in der Labortechnik als Laborschläuche verwendet. Ferner dienen sie der Förderung von Feststoffen und Pulvern, z.B. in Pulverbeschichtungsanlagen, wie auch der Förderung flüssiger und gasförmiger Medien, etwa in der Vakuumtechnik und Niederdruckpneumatik. Weitere Einsatzgebiete sind die Mess- und Regeltechnik wie auch die Chemie- und Prozesstechnik. Die milchig-durchscheinenden Antistatikschläuche beweisen sich durch höchste Abriebfestigkeit und Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig guter Flexibilität und geringen Biegeradien, auch bei niedrigen Temperaturen bis -40 °C (Temperaturbeständigkeit -40 °C bis +85 °C, kurzfristig bis +120 °C). Als Shore-Härte A gilt 85° gemäß DIN 53505, der maximale Betriebsdruck ist, je nach Type, mit 6,5 bar bis 10 bar bei +20 °C ausgewiesen und ihre Reißdehnung wird mit 650 % gemäß DIN 53504 angegeben.

Darüber hinaus sind PUR-Folienschläuche, die auch als antistatische Ausführungen zur Verfügung stehen, zu nennen. Sie kommen vornehmlich als Ventilations- und Absaugschläuche zum Einsatz, werden aber auch zur Förderung flüssiger und gasförmiger Fluide verwendet. Lebensmittelechte Ausführungen, die den Regularien der FDA, des BfR und den EU-Richtlinien EU 10/2011 und EG 1935/2004 genügen, stehen ebenfalls zur Verfügung.

PVC-Blasenschläuche

Bei dem PVC-Blasen-Chemieschlauch – Antista handelt es sich um einen sehr speziellen Antistatikschlauch für Laboranwendungen. Die autoklavierbaren Laborschläuche mit eingearbeiteter, antistatischer Kohlenstoff-Leitader (PVC-Graphit-Mischung) werden unter Zugabe ausgesuchter Additive hergestellt und sind damit transparent und geschmeidig. Der Ableitwiderstand, bezogen auf die Innenoberfläche, beträgt <108 Ohm und die Shore-Härte A 77 ° gemäß DIN 53505. Als zulässige Arbeitstemperatur kann der Bereich von -20 °C bis +60 °C angegeben werden.

Silikon-Antistatikschläuche

Silikonschläuche sind für ihre ausgezeichnete Flexibilität, physiologische Unbedenklichkeit und hohe Temperaturbeständigkeit bekannt, stehen jedoch auch als spezielle antistatische Ausführung zur Verfügung. Die elektrische Ableitfähigkeit der schwarzen Silikon-Antistatikschläuche wird durch die zu 100 % homogene Werkstoffmischung aus Silikon und Graphit realisiert. So kann ein spezifischer Durchgangswiderstand von 12 bzw. 2 Ohm · cm, je nach Schlauchausführung, erreicht werden. Die elektrisch leitfähigen Silikonschläuche stehen in zwei verschiedenen Shore-Härten zur Verfügung, nämlich A 50° und A 70°; die Flexibilität beider Typen ist hervorragend. Die Temperaturbeständigkeit der Antistatik-Silikonschläuche ist mit -50 °C bis +180 °C anzugeben.

Fluorkunststoffe: PTFE, FEP und PFA

Die Fluorkunststoffe PTFE (Polytetrafluorethylen), FEP (Fluorethylenpropylen) und PFA (Perfluoralkoxy) sind für ihre hohe Temperaturbeständigkeit und ausgezeichnete chemische Beständigkeit bekannt. Als Kunststoffschläuche finden sie vor allem dann Einsatz, wenn es gilt, besonders aggressive Medien zu fördern. Sie sind zudem physiologisch unbedenklich und eignen sich somit für den Einsatz in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Fluorpolymer-Antistatikschläuche stehen als antistatische Wellrohre, Compoundschläuche und homogene Kunststoffschläuche zur Verfügung.

Leitfähige PTFE-Antista-Chemieschläuche besitzen eine absolut glatte, antiadhäsive Innenoberfläche, sodass sie zur Förderung von Lebensmitteln und Pharmazeutika geeignet sind. Physiologisch ist PTFE vollkommen unbedenklich, nicht toxisch und aus solchen Rohmaterialien hergestellt, die FDA-konform sind. Der Ableitwiderstand von <106 Ohm wird durch den speziell gegen Elektrostatik entwickelten Fluorpolymer-Compound aus PTFE mit Kohlestaub-Füllung (Anteil <2,5 %) realisiert. Als Arbeitstemperatur ist der Bereich von -200 °C bis +250 °C zulässig, die Shore-Härte D wird mit 65° gemäß DIN 53505 angegeben und der Platzdruck beträgt, je nach Schlauchdimension, bis zu 140 bar bei +20 °C. Typische Einsatzgebiete des High-Tech PTFE-Antistatikschlauchs sind die Halbleiterindustrie, Pharmatechnik, Lebensmittelindustrie, Prozesstechnik und andere Anwendungen in explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“).

Antistatische PFA- und PTFE-Wellrohre, oft auch als „Wellschläuche“ beworben, zeichnen sich durch eine sehr gute Flexibilität bei gleichzeitig hoher mechanischer Festigkeit aus. Der Wellrohr-Aufbau ermöglicht geringste Biegeradien (18 mm bis 134 mm), selbst bei größeren Nennweiten. Der Ableitwiderstand der elektrisch leitfähigen Antistatikrohre beträgt <106 Ohm, ermöglicht durch Kohlepulver-Legierung der Kunststoffe. Hervorzuheben ist außerdem die ausgezeichnete Temperaturbeständigkeit von -270 °C bis +260 °C für PFA-Varianten sowie -200 °C bis +260 °C für das PTFE-Pendant. Die physiologische Unbedenklichkeit der Werkstoffe sowie die sehr niedrige Gaspermeabilität (beste Gasdichtigkeit) ermöglichen das Fördern von hochreinen Gasen und Flüssigkeiten, selbst in der Pharmazie, Medizintechnik, Lebensmitteltechnik und in anderen sensiblen Ex-Schutz-Bereichen. In letzteren kommen Sie daher auch häufig als antistatische Abgasschläuche bzw. Ventilationsschläuche zum Einsatz, wenn es gilt, besonders heiße oder kalte, oftmals chemisch aggressive Gase zu befördern.

Antistatik-Wellrohre aus PTFE sind weiterhin als Ausführung mit glattem Außenmantel verfügbar. Bei dieser elektrisch ableitfähigen Variante wird der innenliegende, FDA-konforme Wellschlauch zusätzlich durch einen Außenmantel und eine Zwischenschicht aus EPDM (elektrisch leitend) verstärkt, als Druckträger dient ein hochtemperaturfestes Aramidgeflecht. Trotz der äußeren Ummantelung ist die Flexibilität des ableitfähigen Wellschlauchs mit Biegeradien von 40 mm bis 100 mm sehr gut. Der mehrschichtige Antistatikschlauch mit einem Durchgangswiderstand <109 Ohm kann in einem Temperaturbereich von -20 °C bis +150 °C verwendet werden, wobei eine kurzzeitige Ausdämpfung für 30 Minuten bei +180 °C möglich ist. Hervorzuheben sind außerdem die Druckfestigkeit bis 16 bar sowie die Vakuumfestigkeit bis 0,9 bar bei +20 °C.

Eine Sonderstellung nehmen die antistatischen Compound- und Doppelmantelschläuche aus PTFE und FEP ein, der PTFE-Saug- und Druckschlauch sowie FEP-Antista-Doppelmantel-Pharma-Saug- und Druckschlauch. Der ausgeklügelte Aufbau aus physiologisch unbedenklicher Innenseele, wahlweise PTFE oder FEP, antistatischer Zwischenschicht sowie elektrisch ableitendem Außenmantel aus EPDM bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Innenoberfläche ist physiologisch unbedenklich, frei von extrahierbaren Bestandteilen und konform zu diversen relevant Regelwerken (FDA-konform, BfR-konform, KTW-zugelassen, USP Class VI-konform). Dadurch kann der Schlauch in sensiblen Bereichen, wie der Nahrungsmittelindustrie oder Pharmatechnik, eingesetzt werden. Weiterhin ermöglicht der geringe Ableitwiderstand von <106 Ohm den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen (Ex Zonen 0 und 1). Der schichtartige Aufbau der Antistatikschläuche, wahlweise mit zusätzlicher Stahldrahtspirale, sichert zudem die hohe Druckbeständigkeit bis zu 16 bar und Vakuumfestigkeit bis zu 900 mbar bei +20 °C bei gleichzeitig geringen Biegeradien von 100 mm bis 300 mm, je nach Schlauchausführung. Die Fluorkunststoff-Innenseele garantiert beste chemische Beständigkeit und eine ausgezeichnete Temperaturbelastbarkeit von bis zu -30 °C bis +150 °C (Sattdampf bis +150 °C für max. 30 min zulässig, z.B. zur Reinigung). Die elektrisch leitfähigen Doppelmantelschläuche sind somit regelrechte „Alleskönner“, die nahezu universell eingesetzt werden können.

Für viele Anwendungen ist jedoch ein transluzenter Antistatikschlauch von Vorteil, denn so kann das durchfließende Medium optisch beobachtet werden. Der leitfähige PFA-Antista-Chemieschlauch vereint diesen Vorteil mit den positiven Aspekten von Fluorkunststoffen: Als Arbeitstemperatur gilt -200 °C bis +250 °C und als Betriebsdruck 27 bar bis 57 bar bei +20 °C (in Abhängigkeit der Schlauchdimension). Zu fördernde Medien kommen lediglich mit physiologisch unbedenklichem, FDA-konformen PFA in Berührung, denn die schwarzen, elektrisch leitenden Adern (Ableitwiderstand <106 Ohm) verlaufen lediglich in Längsrichtung auf der Außenseite. Die antistatischen Schläuche werden als Förderschläuche eingesetzt, vor allem in explosionsgefährdeten Bereichen. Sie dienen beispielsweise dem Transport von Alkoholen, Kraftstoffen und hochentzündlichen Lösungsmitteln, aber auch hochreinen Gasen und anderen aggressiven Chemikalien.

PE-Doppelmantelschläuche

Ultrahochmolekulares Polyethylen (UHMW-PE) ist ein weiteres Polymer, das zur Herstellung von Antistatikschläuchen verwendet wird. UHMW-PE-Antista-Doppelmantel-Chemieschläuche gelten als Saug- und Druckschläuche mit ausgezeichneter Chemikalienbeständigkeit gegenüber den meisten Säuren, Laugen und Lösungsmitteln. Der elektrisch leitfähige Doppelmantelschlauch ist flammwidrig, abriebfest wie auch witterungs-, alterungs- und ozonbeständig. Der mehrschichtige Schlauchaufbau, bestehend aus einer Polyethylen-Innenseele, einer Polyestergeflecht-Einlage mit zusätzlicher Stahldrahtspirale und gekreuzten Kupfer-Litzen sowie dem Außenmantel aus EPDM, gewährleisten höchste mechanische Stabilität und eine Druckbeständigkeit bis 16 bar bei +20 °C. Der Ableitwiderstand liegt bei <106 Ohm und der Temperaturbereich reicht von -35 °C bis +90 °C.

PA-Antistatikschläuche

Der Kunststoff PA 12 (Polyamid 12, Poly-Laurylactam) ist ein thermoplastisches, teilkristallines Homopolymer, besteht also nur aus einer Monomer-Komponente. Das Polyamid wird für Präzisionsschläuche und Rohre eingesetzt, insbesondere für druck- und schlagfeste Kraftstoffleitungen, Förderschläuche und Antistatikschläuche. Die Beständigkeit gegenüber Benzin, Kraftstoffen, Schmierstoffen, aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Ölen und Fetten sowie Ketonen und Alkoholen ist sehr gut. Auch zyklische und aromatische Kohlenwasserstoffe, halogenierte Lösungsmittel, Heißdampf, Röntgenstrahlung sowie UV-Strahlung vermögen es nicht, den Kunststoff anzugreifen.

PA-Chemieschläuche – elektrisch leitend und außentoleriert – gelten als antistatische Vakuumschläuche und Pneumatikschläuche, die in explosionsgeschützten Räumen zum Einsatz kommen. Der Antistatikschlauch ist graphitgefüllt und demzufolge elektrisch ableitend mit einem Ableitwiderstand <106 Ohm. Er ist zudem abriebfest, verschleißfest und garantiert höchste Maßhaltigkeit. Als Temperaturbereich gilt -40 °C bis +90 °C, wobei eine Druckbeaufschlagung im Bereich von 12 bar bis 45 bar bei +20 °C, in Abhängigkeit der jeweiligen Schlauchdimension, möglich ist.

Antistatikschläuche kaufen Sie bei rct-online.de

Im Sortiment der Reichelt Chemietechnik finden Sie nicht nur antistatische Schläuche, sondern auch passendes Zubehör, wie antistatische Rohrverschraubungen und Schlauchverbinder aus Kunststoff. Antistatikschläuche und andere, elektrisch leitfähige Kunststoffprodukte können Sie bequem in unserem Online-Shop bestellen – ohne Mindestmenge. Profitieren Sie von hochwertigen und kurzfristig verfügbaren Produkten zu günstigen Konditionen. Sie sind sich bei der Auswahl unsicher oder haben Rückfragen? Dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wahlweise telefonisch oder per E-Mail. Weitere chemisch-technische Informationen zu den angebotenen, antistatischen Werkstoffen erhalten Sie in unserem Glossar. Mittels unserer elektronischen Beständigkeitsliste lässt sich leicht der ideale Werkstoff ermitteln, der zur Lösung Ihrer Problemstellung führt. Wir freuen uns auf Ihre Bestellung!

Antistatische Schläuche für die Labor- und Chemietechnik Antistatische Schläuche nehmen im Programm von Reichelt Chemietechnik eine wichtige Stellung ein. Sie sind elektrisch ableitend und... mehr erfahren »
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Antistatische Schläuche für die Labor- und Chemietechnik

Antistatische Schläuche nehmen im Programm von Reichelt Chemietechnik eine wichtige Stellung ein. Sie sind elektrisch ableitend und werden dementsprechend dort gebraucht, wo Reibungselektrizität entstehen kann oder mit elektrischem Strom gearbeitet wird. Antistatische Schlauchsysteme finden ihre Anwendung in der Betriebs- und Industrietechnik, der Chemietechnik, Pharmatechnik, Prozesstechnik, Verfahrenstechnik und Lebensmitteltechnik.

Leitende Antistatikschläuche gelten als Sicherheitsschläuche. Bei der Förderung fester und flüssiger Medien sind sie besonders in Ex-Schutz Bereichen, wenn beispielsweise in explosionsfähigen Atmosphären gearbeitet wird, unabdingbar. Der Maßstab für elektrisch leitfähige Schläuche ist der Ableitwiderstand, der in der Regel mit <106 Ohm ausgewiesen wird.

Warum sind elektrisch leitfähige Förderschläuche notwendig?

Elektrostatische Entladung

Um die Notwendigkeit von Antistatikschläuchen zu erklären, ist es zunächst wichtig, auf die elektrostatische Entladung einzugehen. Zahlreiche Phänomene unseres täglichen Lebens sind auf die Elektrostatik zurückzuführen, etwa der gelegentliche „Stromschlag“ beim Anfassen einer Türklinke oder das Anhaften von dünnen Verpackungsfolien an der Haut. Was in den seltensten Alltagssituationen kritische Ausmaße annimmt, kann im Labor und Industriebereich fatale Folgen haben, von der Schädigung empfindlicher elektrischer Komponenten bis hin zum Brand- oder Explosionsfall. Unter solchen Bedingungen sollten auf jeden Fall geeignete Antistatikschläuche und ableitfähige Verbinder genutzt werden.

Leitende Rohr- und Schlauchleitungen sind notwendig, da Reibungselektrizität an allen Grenzflächen zwischen festen und/oder flüssigen Phasen entstehen kann – also auch bei der Förderung fester oder flüssiger Medien durch aufladbare Leitungssysteme. Verantwortlich für die elektrostatische Aufladung sind die Eigenreibung innerhalb des Mediums und dessen Reibung an der Schlauchinnenseele.

Antistatische Schläuche in Ex-Schutz Bereichen

Ableitfähige Förderschläuche sind besonders in „Ex-Schutz“ Bereichen (Explosionsschutz) ein Muss. In solchen Bereichen muss die Funkenbildung unbedingt ausgeschlossen werden, um die Entzündung explosionsfähiger Atmosphären oder Schädigung empfindlicher Bauteile zu vermeiden. Da die elektrostatische Entladung zu den 13 möglichen Zündquellen zählt, die explosionsfähige Dämpfe, Nebel, Stäube oder andere Gasgemische entzünden können, ist es unabdingbar, dieser vorzubeugen. Zu ihrer Vermeidung, Beurteilung sowie über empfohlene Schutzmaßnahmen gibt es eine Reihe von Richtlinien und Vorschriften. („ATEX-Richtlinie“)

Schutzmaßnahmen in der Schlauchtechnik

Die beste Schutzmaßnahme, um Funkenbildung bei der Förderung fester oder flüssiger Medien zu vermeiden, ist und bleibt, Reibungselektrizität durch die richtige Schlauchwahl gar nicht erst entstehen zu lassen. Durch Antistatikschläuche kann generierte elektrostatische Aufladung direkt abgeleitet werden und häuft sich nicht erst an. Voraussetzung dafür ist natürlich die korrekte Erdung des Schlauchmaterials und die Verwendung passender, antistatischer Schlauchverbinder, denn ableitfähige Schlauchwerkstoffe allein sind nicht ausreichend.

Antistatikschläuche: Werkstoffe und Ausführungen

Für jede Anwendung das passende Modell

Antistatische Schläuche führen wir in umfangreicher Auswahl im Sortiment. Unsere Produkte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Werkstoffe und somit ihrer Eigenschaften und werden nach Anwendungsbereichen kategorisiert. Ihnen allen gemein ist der geringe elektrische Ableitwiderstand, der Maßstab für ableitfähige Schlauchausführungen, welcher in der Regel mit <106 Ohm ausgewiesen wird.

Antistatische Saug- und Druckschläuche

Antistatische Saug- und Druckschläuche, die der Chemietechnik und Prozesstechnik vorbehalten sind, zeichnen sich durch eine sehr dicke Wandung aus. Sie werden zusätzlich mit Gewebeeinlagen oder Edelstahl-Spiralen verstärkt, wodurch sich ausgezeichnete Werte für die Druck- und Vakuumbelastbarkeit ergeben.

BfR- und FDA-konforme Schlauchsysteme

Antistatische Modelle, die gleichzeitig FDA-konform bzw. BfR-konform sind und somit der Europäischen Pharmacopoeia entsprechen, sind vorwiegend mit einer Innenseele aus PTFE ausgestattet und genügen gleichzeitig den KTW-Richtlinien. Sie gelten daher auch als Lebensmittelschläuche und Trinkwasserschläuche.

Zapfstellenschläuche und Tankwagenschläuche

Eine Sondergruppe stellen die Zapfstellenschläuche bzw. Tankwagenschläuche dar, die zur Förderung von Mineralölprodukten dienen (bis zu einem Aromatenanteil von 60 %) und als Entnahmeschläuche für Zapfanlagen verwendet werden können. Das bedeutet, dass antistatische Schläuche dieser Kategorie für die Kraftstoffe Biodiesel und E10 geeignet sind.

Übersicht aller antistatischen Schlauchausführungen

Im Einzelnen führen wir Antistatikschläuche für folgende Anwendungen:

Werkstoffe für antistatische Schläuche

Im Einzelnen führen wir Antistatikschläuche aus folgenden Materialien:

  • NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, Perbunan®)
  • EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)
  • PUR (Polyurethan, Vulkollan®)
  • PVC (Polyvinylchlorid, THOMAVINYL)
  • Silikon (VMQ, Silikonkautschuk, THOMASIL)
  • FEP (Fluorethylenpropylen, Hostaflon®)
  • PTFE (Polytetrafluorethylen, THOMAFLON)
  • PFA (Perfluoralkoxy)
  • PE (Polyethylen)
  • PA (Polyamide)

Im Folgenden werden die technischen Eigenschaften der unterschiedlichen Schlauchwerkstoffe für elektrisch leitfähige Schläuche erläutert.

NBR-Antistatikschläuche

Das Elastomer NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk, Perbunan®) kommt in seinen technischen Eigenschaften denen des Natur-Kautschuks sehr nahe; es ist flexibel, weich und gummiartig, zudem beständig gegenüber Mineralölen und Kraftstoffen. In verstärkter Ausführung kommt NBR als Innenseele für Saug- und Druckschläuche, Zapfstellenschläuche, Tankwagenschläuche sowie für Öl- und Kraftstoffschläuche zum Einsatz. Die mechanische Stabilität dieser Antistatikschläuche wird durch ein zusätzliches Gewebe, einen Außenmantel oder einer integrierten Stahldrahtspirale gesichert. Der Ableitwiderstand beträgt für alle leitfähigen NBR-Schlauchtypen <106 Ohm.

Das Sortiment der NBR-Antista-Schläuche präsentiert RCT wie folgt:

NBR-Antista-Tankwagen- und Chemieschläuche – ausgerüstet mit leitfähigem Außenmantel und integrierter Stahldrahtspirale – sind elektrisch leitende Druckschläuche, die als Tankstellenschläuche sowie als Tankwagenschläuche genutzt werden. Auch als Vakuumschläuche und Saugschläuche zeichnen sie sich aus. Ihre Beständigkeit gegenüber Ölen und Treibstoffen ist sehr gut, als Temperaturbereich gilt -50 °C bis +70 °C bei einem max. Betriebsdruck von 10 bar bei +20 °C.

NBR-Öl- und Benzin-Druckschläuche (antistatisch) kommen in der Mineralölindustrie, in der Prozesstechnik sowie im Maschinenbau und Motorbau zum Einsatz. Auch diese Antistatikschläuche sind gegenüber Mineralölprodukten mit einer maximalen Aromatenkonzentration von bis zu 50 % bestens beständig. Die Abriebfestigkeit und mechanische Stabilität ist dank integriertem Textilgewebe als Druckträger und zusätzlicher äußeren Elastomerschicht (NBR/SBR-Compound) gesichert. Als Arbeitstemperatur können -40 °C bis +80 °C angenommen werden und als Betriebsdruck gilt max. 25 bar bei +20 °C. Sie gelten als ozonbeständig, witterungsbeständig und alterungsbeständig.

NBR-Saug- und Druck-Öl- und Benzinschläuche - antistatisch - werden bevorzugt in Mineralölbetrieben, der Prozesstechnik und Chemietechnik als antistatische Förderschläuche eingesetzt. Es handelt sich um Druck- und Saugschläuche mit sehr hoher Flexibilität und damit engsten Biegeradien. Der ausgeklügelte Schlauchaufbau – bestehend aus einer Nitril-Kautschuk (NBR) Innenseele, einem Chloropren (CR) Außenmantel und einer eingebetteten Stahlspirale – gewährleistet einen Maximaldruck von 10 bar sowie eine Vakuumfestigkeit von 0,8 bar bei +20 °C. Als Arbeitstemperatur der witterungs- und ozonbeständigen Antistatikschläuche gilt der Bereich von -20 °C bis +85 °C, kurzzeitig auch bis +110 °C.

NBR-Zapfstellenschläuche - antistatisch - sind Tankstellenschläuche gemäß DIN EN 1360 - 2005, die aber auch in der Mineralölindustrie und in der Öl- sowie Erdölverarbeitung eingesetzt werden. Sie gelten als elektrisch ableitende Druckschläuche mit sehr guten antistatischen Eigenschaften und werden vornehmlich zur Förderung von Mineralölprodukten und Kraftstoffen (Diesel, Biodiesel, Benzin, E10 und weitere) verwendet. Die Bezeichnungen „Biodieselschläuche“ und „Benzinschläuche“ sind daher naheliegend. Auch bei dieser elektrisch leitfähigen Ausführung ist ein dreiteiliger Schlauchaufbau zu vermerken: Innenseele aus NBR, Außenmantel aus CR und ein Textilgewebe mit Kupferlitzenverdrillung als ableitfähiger Druckträger. Als Temperaturbereich dieser Antistatikschläuche wird -25 °C bis +55 °C definiert, wobei der max. Betriebsdruck 16 bar bei +20 °C (gemäß DIN EN 1360) beträgt.

EPDM: Elektrisch leitfähige Doppelmantelschläuche

Das Elastomer EPDM – ein sehr flexibler, gummiartiger Kunststoff – wird, neben zahlreichen anderen Schlauchausführungen, auch zur Herstellung von Antistatikschläuchen verwendet. Diese ableitenden Saug-, Druck- und Chemieschläuche mit einem Ableitwiderstand <106 Ohm gelten als äußerst robuste und gleichzeitig flexible Förderschläuche. Sie sind zudem alterungsbeständig, witterungsbeständig sowie kälte- und wärmebeständig. Die chemische Beständigkeit, unter anderem gegenüber Säuren, Laugen, Heißwasser, Frostschutzmitteln, polaren Lösungsmitteln und Alkoholen, ist sehr gut.

Das Sortiment der antistatischen EPDM-Schläuche stellt sich wie folgt dar:

EPDM-Antista-Chemie-Druckschläuche sind elektrisch leitende, flexible und gleichsam robuste Gummischläuche, gefertigt in antistatischer Qualität. Sie sind witterungsbeständig, alterungsbeständig und ozonbeständig, wie auch wärmebeständig, heißwasserbeständig und kältebeständig (Arbeitstemperatur: -35 °C bis +95 °C, kurzfristig bis +120 °C). Die Shore-Härte A der Antistatikschläuche ist gemäß DIN 53505 mit 70° anzugeben. Als Druckträger dient ein Polyestergeflecht mit zwei Kupferlitzen (gekreuzt), wodurch ein maximaler Arbeitsdruck von 16 bar bei +20 °C für alle Schlauchdimensionen gesichert wird. Die Gummischläuche sind nach DIN EN 12115 mit dem Ableitwiderstand gekennzeichnet.

Die Ausführung EPDM-Antista-Chemie-Saug- und Druckschlauch ist im Unterschied zur antistatischen Druckschlauch-Ausführung zusätzlich mit einer Stahldrahtspirale ausgestattet. Dadurch wird, neben der Druckfestigkeit von ebenfalls 16 bar, auch eine Vakuumfestigkeit von 100 mbar bei +20 °C erreicht. Die technischen Eigenschaften der elektrisch leitfähigen Druck- und Saugschläuche sind ansonsten nahezu identisch; auch ihre elektrische Leitfähigkeit wird nach DIN EN 12115 gekennzeichnet und es gilt der Temperaturbereich von -40 °C bis +95 °C (kurzzeitig +120 °C).

PUR: Antistatische Pneumatik-, Chemie- und Spiralschläuche

Antistatische Polyurethan-Chemieschläuche stellt RCT als Laborschläuche, Spiralschläuche, Pneumatikschläuche und Folienschläuche vor. Das gesamte Sortiment der PUR-Antistatikschläuche ist witterungsbeständig, UV-beständig, alterungsbeständig, ozonbeständig und weist eine gute chemische Resistenz gegenüber Benzin, Cyclohexan, Dieselöl, Isooctan, Kerosin sowie anderen Ölen und Treibstoffen auf.

PUR-Antista-Spiral-Chemieschläuche ohne Verschraubungen werden für hydraulische und pneumatische Leitungen eingesetzt, beispielsweise im Motorenbau, Maschinenbau sowie der Mess- und Regelungstechnik. Auch in der Vakuumtechnik finden die antistatisch ausgerüsteten Spiralschläuche mit einem Spiral-Ø von 36 mm bis 65 mm Einsatz. Die leitfähige Schlauchqualität mit einem Ableitwiderstand von <106 Ohm verhindert dabei statische Aufladungen und erlaubt den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen gemäß ATEX-Richtlinie 94/9/EG. Die antistatischen Spiralschläuche zeichnen sich zudem durch eine hohe Knickfestigkeit und Rückstellkraft aus. Als Arbeitstemperatur gilt -20 °C bis +85 °C und als Arbeitsdruck max. 10 bar bei +20 °C.

PUR-Chemie- und Pneumatikschläuche - leitfähig – werden für Pneumatik- und Hydraulikleitungen eingesetzt, aber auch als Förderschläuche für Chemikalien in explosionsgeschützten Bereichen (ATEX-Richtlinie 94/9/EG). Die schwarzen PUR-Antistatikschläuche (Ableitwiderstand <106 Ohm) sind außen-kalibriert und somit für die Verbindung mit Steckanschlüssen geeignet. Die Shore-Härte A ist mit 98° gemäß DIN 53505 und die Arbeitstemperatur mit -30 °C bis +80 °C zu nennen, der Betriebsdruck hingegen mit maximal 10 bar bei +20 °C. Diese elektrisch leitfähige Antista-Ausführung zeichnet sich durch eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit, Knicksicherheit, Reißfestigkeit und Rückstellkraft aus.

PUR-Chemieschläuche – antistatisch, kalibriert – werden in der Labortechnik als Laborschläuche verwendet. Ferner dienen sie der Förderung von Feststoffen und Pulvern, z.B. in Pulverbeschichtungsanlagen, wie auch der Förderung flüssiger und gasförmiger Medien, etwa in der Vakuumtechnik und Niederdruckpneumatik. Weitere Einsatzgebiete sind die Mess- und Regeltechnik wie auch die Chemie- und Prozesstechnik. Die milchig-durchscheinenden Antistatikschläuche beweisen sich durch höchste Abriebfestigkeit und Verschleißfestigkeit bei gleichzeitig guter Flexibilität und geringen Biegeradien, auch bei niedrigen Temperaturen bis -40 °C (Temperaturbeständigkeit -40 °C bis +85 °C, kurzfristig bis +120 °C). Als Shore-Härte A gilt 85° gemäß DIN 53505, der maximale Betriebsdruck ist, je nach Type, mit 6,5 bar bis 10 bar bei +20 °C ausgewiesen und ihre Reißdehnung wird mit 650 % gemäß DIN 53504 angegeben.

Darüber hinaus sind PUR-Folienschläuche, die auch als antistatische Ausführungen zur Verfügung stehen, zu nennen. Sie kommen vornehmlich als Ventilations- und Absaugschläuche zum Einsatz, werden aber auch zur Förderung flüssiger und gasförmiger Fluide verwendet. Lebensmittelechte Ausführungen, die den Regularien der FDA, des BfR und den EU-Richtlinien EU 10/2011 und EG 1935/2004 genügen, stehen ebenfalls zur Verfügung.

PVC-Blasenschläuche

Bei dem PVC-Blasen-Chemieschlauch – Antista handelt es sich um einen sehr speziellen Antistatikschlauch für Laboranwendungen. Die autoklavierbaren Laborschläuche mit eingearbeiteter, antistatischer Kohlenstoff-Leitader (PVC-Graphit-Mischung) werden unter Zugabe ausgesuchter Additive hergestellt und sind damit transparent und geschmeidig. Der Ableitwiderstand, bezogen auf die Innenoberfläche, beträgt <108 Ohm und die Shore-Härte A 77 ° gemäß DIN 53505. Als zulässige Arbeitstemperatur kann der Bereich von -20 °C bis +60 °C angegeben werden.

Silikon-Antistatikschläuche

Silikonschläuche sind für ihre ausgezeichnete Flexibilität, physiologische Unbedenklichkeit und hohe Temperaturbeständigkeit bekannt, stehen jedoch auch als spezielle antistatische Ausführung zur Verfügung. Die elektrische Ableitfähigkeit der schwarzen Silikon-Antistatikschläuche wird durch die zu 100 % homogene Werkstoffmischung aus Silikon und Graphit realisiert. So kann ein spezifischer Durchgangswiderstand von 12 bzw. 2 Ohm · cm, je nach Schlauchausführung, erreicht werden. Die elektrisch leitfähigen Silikonschläuche stehen in zwei verschiedenen Shore-Härten zur Verfügung, nämlich A 50° und A 70°; die Flexibilität beider Typen ist hervorragend. Die Temperaturbeständigkeit der Antistatik-Silikonschläuche ist mit -50 °C bis +180 °C anzugeben.

Fluorkunststoffe: PTFE, FEP und PFA

Die Fluorkunststoffe PTFE (Polytetrafluorethylen), FEP (Fluorethylenpropylen) und PFA (Perfluoralkoxy) sind für ihre hohe Temperaturbeständigkeit und ausgezeichnete chemische Beständigkeit bekannt. Als Kunststoffschläuche finden sie vor allem dann Einsatz, wenn es gilt, besonders aggressive Medien zu fördern. Sie sind zudem physiologisch unbedenklich und eignen sich somit für den Einsatz in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Fluorpolymer-Antistatikschläuche stehen als antistatische Wellrohre, Compoundschläuche und homogene Kunststoffschläuche zur Verfügung.

Leitfähige PTFE-Antista-Chemieschläuche besitzen eine absolut glatte, antiadhäsive Innenoberfläche, sodass sie zur Förderung von Lebensmitteln und Pharmazeutika geeignet sind. Physiologisch ist PTFE vollkommen unbedenklich, nicht toxisch und aus solchen Rohmaterialien hergestellt, die FDA-konform sind. Der Ableitwiderstand von <106 Ohm wird durch den speziell gegen Elektrostatik entwickelten Fluorpolymer-Compound aus PTFE mit Kohlestaub-Füllung (Anteil <2,5 %) realisiert. Als Arbeitstemperatur ist der Bereich von -200 °C bis +250 °C zulässig, die Shore-Härte D wird mit 65° gemäß DIN 53505 angegeben und der Platzdruck beträgt, je nach Schlauchdimension, bis zu 140 bar bei +20 °C. Typische Einsatzgebiete des High-Tech PTFE-Antistatikschlauchs sind die Halbleiterindustrie, Pharmatechnik, Lebensmittelindustrie, Prozesstechnik und andere Anwendungen in explosionsgeschützten Bereichen („Ex-Schutz“).

Antistatische PFA- und PTFE-Wellrohre, oft auch als „Wellschläuche“ beworben, zeichnen sich durch eine sehr gute Flexibilität bei gleichzeitig hoher mechanischer Festigkeit aus. Der Wellrohr-Aufbau ermöglicht geringste Biegeradien (18 mm bis 134 mm), selbst bei größeren Nennweiten. Der Ableitwiderstand der elektrisch leitfähigen Antistatikrohre beträgt <106 Ohm, ermöglicht durch Kohlepulver-Legierung der Kunststoffe. Hervorzuheben ist außerdem die ausgezeichnete Temperaturbeständigkeit von -270 °C bis +260 °C für PFA-Varianten sowie -200 °C bis +260 °C für das PTFE-Pendant. Die physiologische Unbedenklichkeit der Werkstoffe sowie die sehr niedrige Gaspermeabilität (beste Gasdichtigkeit) ermöglichen das Fördern von hochreinen Gasen und Flüssigkeiten, selbst in der Pharmazie, Medizintechnik, Lebensmitteltechnik und in anderen sensiblen Ex-Schutz-Bereichen. In letzteren kommen Sie daher auch häufig als antistatische Abgasschläuche bzw. Ventilationsschläuche zum Einsatz, wenn es gilt, besonders heiße oder kalte, oftmals chemisch aggressive Gase zu befördern.

Antistatik-Wellrohre aus PTFE sind weiterhin als Ausführung mit glattem Außenmantel verfügbar. Bei dieser elektrisch ableitfähigen Variante wird der innenliegende, FDA-konforme Wellschlauch zusätzlich durch einen Außenmantel und eine Zwischenschicht aus EPDM (elektrisch leitend) verstärkt, als Druckträger dient ein hochtemperaturfestes Aramidgeflecht. Trotz der äußeren Ummantelung ist die Flexibilität des ableitfähigen Wellschlauchs mit Biegeradien von 40 mm bis 100 mm sehr gut. Der mehrschichtige Antistatikschlauch mit einem Durchgangswiderstand <109 Ohm kann in einem Temperaturbereich von -20 °C bis +150 °C verwendet werden, wobei eine kurzzeitige Ausdämpfung für 30 Minuten bei +180 °C möglich ist. Hervorzuheben sind außerdem die Druckfestigkeit bis 16 bar sowie die Vakuumfestigkeit bis 0,9 bar bei +20 °C.

Eine Sonderstellung nehmen die antistatischen Compound- und Doppelmantelschläuche aus PTFE und FEP ein, der PTFE-Saug- und Druckschlauch sowie FEP-Antista-Doppelmantel-Pharma-Saug- und Druckschlauch. Der ausgeklügelte Aufbau aus physiologisch unbedenklicher Innenseele, wahlweise PTFE oder FEP, antistatischer Zwischenschicht sowie elektrisch ableitendem Außenmantel aus EPDM bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Die Innenoberfläche ist physiologisch unbedenklich, frei von extrahierbaren Bestandteilen und konform zu diversen relevant Regelwerken (FDA-konform, BfR-konform, KTW-zugelassen, USP Class VI-konform). Dadurch kann der Schlauch in sensiblen Bereichen, wie der Nahrungsmittelindustrie oder Pharmatechnik, eingesetzt werden. Weiterhin ermöglicht der geringe Ableitwiderstand von <106 Ohm den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen (Ex Zonen 0 und 1). Der schichtartige Aufbau der Antistatikschläuche, wahlweise mit zusätzlicher Stahldrahtspirale, sichert zudem die hohe Druckbeständigkeit bis zu 16 bar und Vakuumfestigkeit bis zu 900 mbar bei +20 °C bei gleichzeitig geringen Biegeradien von 100 mm bis 300 mm, je nach Schlauchausführung. Die Fluorkunststoff-Innenseele garantiert beste chemische Beständigkeit und eine ausgezeichnete Temperaturbelastbarkeit von bis zu -30 °C bis +150 °C (Sattdampf bis +150 °C für max. 30 min zulässig, z.B. zur Reinigung). Die elektrisch leitfähigen Doppelmantelschläuche sind somit regelrechte „Alleskönner“, die nahezu universell eingesetzt werden können.

Für viele Anwendungen ist jedoch ein transluzenter Antistatikschlauch von Vorteil, denn so kann das durchfließende Medium optisch beobachtet werden. Der leitfähige PFA-Antista-Chemieschlauch vereint diesen Vorteil mit den positiven Aspekten von Fluorkunststoffen: Als Arbeitstemperatur gilt -200 °C bis +250 °C und als Betriebsdruck 27 bar bis 57 bar bei +20 °C (in Abhängigkeit der Schlauchdimension). Zu fördernde Medien kommen lediglich mit physiologisch unbedenklichem, FDA-konformen PFA in Berührung, denn die schwarzen, elektrisch leitenden Adern (Ableitwiderstand <106 Ohm) verlaufen lediglich in Längsrichtung auf der Außenseite. Die antistatischen Schläuche werden als Förderschläuche eingesetzt, vor allem in explosionsgefährdeten Bereichen. Sie dienen beispielsweise dem Transport von Alkoholen, Kraftstoffen und hochentzündlichen Lösungsmitteln, aber auch hochreinen Gasen und anderen aggressiven Chemikalien.

PE-Doppelmantelschläuche

Ultrahochmolekulares Polyethylen (UHMW-PE) ist ein weiteres Polymer, das zur Herstellung von Antistatikschläuchen verwendet wird. UHMW-PE-Antista-Doppelmantel-Chemieschläuche gelten als Saug- und Druckschläuche mit ausgezeichneter Chemikalienbeständigkeit gegenüber den meisten Säuren, Laugen und Lösungsmitteln. Der elektrisch leitfähige Doppelmantelschlauch ist flammwidrig, abriebfest wie auch witterungs-, alterungs- und ozonbeständig. Der mehrschichtige Schlauchaufbau, bestehend aus einer Polyethylen-Innenseele, einer Polyestergeflecht-Einlage mit zusätzlicher Stahldrahtspirale und gekreuzten Kupfer-Litzen sowie dem Außenmantel aus EPDM, gewährleisten höchste mechanische Stabilität und eine Druckbeständigkeit bis 16 bar bei +20 °C. Der Ableitwiderstand liegt bei <106 Ohm und der Temperaturbereich reicht von -35 °C bis +90 °C.

PA-Antistatikschläuche

Der Kunststoff PA 12 (Polyamid 12, Poly-Laurylactam) ist ein thermoplastisches, teilkristallines Homopolymer, besteht also nur aus einer Monomer-Komponente. Das Polyamid wird für Präzisionsschläuche und Rohre eingesetzt, insbesondere für druck- und schlagfeste Kraftstoffleitungen, Förderschläuche und Antistatikschläuche. Die Beständigkeit gegenüber Benzin, Kraftstoffen, Schmierstoffen, aliphatischen Kohlenwasserstoffen, Ölen und Fetten sowie Ketonen und Alkoholen ist sehr gut. Auch zyklische und aromatische Kohlenwasserstoffe, halogenierte Lösungsmittel, Heißdampf, Röntgenstrahlung sowie UV-Strahlung vermögen es nicht, den Kunststoff anzugreifen.

PA-Chemieschläuche – elektrisch leitend und außentoleriert – gelten als antistatische Vakuumschläuche und Pneumatikschläuche, die in explosionsgeschützten Räumen zum Einsatz kommen. Der Antistatikschlauch ist graphitgefüllt und demzufolge elektrisch ableitend mit einem Ableitwiderstand <106 Ohm. Er ist zudem abriebfest, verschleißfest und garantiert höchste Maßhaltigkeit. Als Temperaturbereich gilt -40 °C bis +90 °C, wobei eine Druckbeaufschlagung im Bereich von 12 bar bis 45 bar bei +20 °C, in Abhängigkeit der jeweiligen Schlauchdimension, möglich ist.

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