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Silikon - vielfältiger und universeller Kunststoff

Silikone gelten unter den Kunststoffen als Ausnahmetalent: Sie vereinen chemische Beständigkeit mit hoher Temperaturbeständigkeit sowie guter Flexibilität selbst bei niedrigen Temperaturen von bis zu -100 °C.

Auch Witterungseinflüsse, Ozon oder UV-Strahlen können dem Kunststoff-Allrounder nichts anhaben. Darüber hinaus ist das Elastomer physiologisch unbedenklich. Produkte aus Silikon finden sich deswegen nicht nur in der Medizintechnik wieder, sondern auch in unserer Küche, beispielsweise als Back- oder Eiswürfelformen.

Polymeren auf Basis von Silikon liegen im Unterschied zu anderen gebräuchlichen Kunststoffen wie Polyethylen oder Polypropylen keine Kohlenstoffketten zugrunde, sondern ein Silizium-Sauerstoff-Silizium Grundgerüst. Die Bindungsenergie dieser Si-O-Bindung ist höher als eine vergleichbare C-C-Bindung, was sich unter anderem in der höheren Temperaturbeständigkeit widerspiegelt. Dieser wichtige Unterschied macht den synthetischen Kunststoff einzigartig unter den Elastomeren und begründet auch den breiten Einsatzbereich.

Dabei begann alles mit einem Fehlversuch, denn eigentlich wollte der englische Chemiker Frederec Stanley Kipping (1863-1949) eine ganz andere Verbindung darstellen, als er die Grundbausteine aller Silikone entdeckte. Wie es zu der zufälligen Entdeckung kam und welche verschiedenen Arten von Silikonkautschuken heute erhältlich sind, erfahren Sie in unserem Magazinartikel "Silikon - vielfältiger und universeller Kunststoff".

Veröffentlichungen
P&A: Ausnahmetalent Silikon
KEM Konstruktion: Vielfältiger und universeller Kunststoff

 
 
 
 

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